Vorab: Ich meine der Autor Hans Dorsch hat seinem Buch Mac professionell – für Freiberufler und Selbständige eindeutig den falschen Beititel gegeben. Sicherlich ist das Werk eindeutig für Freiberufler und Selbständige die mit dem Mac arbeiten zu empfehlen, allerdings sollte das Buch mit dem Titel wirklich alle Anwender ansprechen. Auf dem Cover findet sich ein Zusatz die Ideen-Fundgrube für alle aktiven Apple-Nutzer, was ich mir als Beititel gewünscht hätte.
Ich hatte drei Bücher mit im Urlaub. HHarry Potter und der Orden des Phönix, Harry Potter und der Halbblutprinz, sowie eben das hier zu besprechende Werk von Hans Dorsch. Nachdem ich in den ersten drei Tagen die beiden Harry Potter gelesen hatte (und dabei auch viel Spass und Spannung genossen habe), war ich gar nicht mehr so willig noch ein weiteres Buch zu lesen – schon gar kein Sachbuch.
Am vorletzten Urlaubstag habe ich mir – es hat den ganzen Tag in Strömen geregnet, dann doch Mac professional zur Hand genommen – UND nicht wieder weggelegt. Dies hat wohl zwei Gründe: Zum einen ist das Buch in einem so netten Stil geschrieben, dass es einfach Spass macht, die Zeilen zu lesen, zum anderen ist der Inhalt in großen Teilen sehr interessant.
Kurz zum Schreibstil: Ich persönlich mag es, wenn ich da beispielsweise auf Seite 55 lese „Aber ich schweife ab.„. Zumal fühle ich mich durchaus angesprochen, wenn der Autor mich in der Wir-Form bei seinen Aktionen mit einbezieht: „Wir öffnen sie [die Datei] mal.“ (Seite 174).
Dazu ist das Layout des Buches recht luftig und immer wieder findet man nette kleine Absätze, die mit einem einleitenden Icon auf Besonderheiten hinweisen.
Der Inhalt selbst setzt sich nach meinem dafürhalten aus drei unterschiedlichen Bereichen zusammen:
a) Organisiere Dich und Dein Leben [der Mac hilft Dir dabei]
b) Tipps für Selbstständige [die einen Mac nutzen]
c) Tipps für den effizienten Umgang mit Mac und Internet
Auch wenn ich selbst nebenberuflich selbstständig bin, hat mich dieser Teil am wenigsten angesprochen. Wohl aber, weil meine Art von Selbstständigkeit mir eher ein Luxus-Zubrot beschert, statt mich mit Brot, Butter und Miete zu versorgen. Die anderen beiden Teile hingegen fand ich hingegen höchst interessant und spannend.
Dies ist eigentlich ein wenig famos, denn in dem ganzen Buch habe ich vielleicht nur ein bis drei Links bzw Tools gefunden, die ich noch nicht kannte bzw., die ich noch nicht selbst einmal ausprobiert hatte. Auch kann ich nicht sagen, dass mir Hans Dorsch Tipps und Kniffe gezeigt hat, die mich meinen Mac besser verstehen lassen.
Nein, es ist vielmehr, dass er mir fast eine Art Schritt-für-Schritt-Anleitung gibt, was ich zu tun habe, um meinen Mac im täglichen Gebrauch effizienter zu nutzen, so dass er ein Stück weit seinen Spielzeug-Charakter verliert und fortan als unabdingliches Werkzeug für meinen Alltag mir dienen wird. Dabei schweift er immer wieder ab – weg vom Mac – rein ins pure Leben. Das Leben eben als Mittelpunkt, der Mac als Werkzeug dazu. Danke!
Der erste Teil des Buches ist mir Organisation betitelt. In den ersten 5 Kapiteln bekommt man praktische Hinweise, wie die Prinzipen von GTD (Getting Things Done) (nein, das Buch habe ich noch nie gelesen und mir auch ehrlich gesagt noch nie die Mühe gemacht, drumherum zu lesen) mit dem Mac (und ohne) umzusetzen sind. Wer beim Durchblättern im Kapitel 3 sich über die etwas zu detaillierte Erklärung von iCal aufregt – hey, das kann man auch überlesen.
Wohl aber werde ich mich, sobald ich wieder einen Netzzugang habe, noch einmal intensiv mit dem OmniOutliner beschäftigen. Dieser wird vielleicht nicht in aller Tiefe erklärt, wohl aber habe ich verstanden, warum diese Software doch mehr als praktisch ist – was mir bei meiner ersten Betrachtung (kurz nach dem Kauf meines Powerbooks) nicht wirklich klar geworden ist. Und einiges werde ich zu gegebener Zeit auch noch einmal detailliert nachlesen.
Auch kann sich Apple bei Hans Dorsch bedanken, denn durch das Lesen seines Buches bin ich mir mittlerweile doch recht sicher, dass ich kurzfristig den Tiger installieren werde. Besonders ein Absatz hat sich bei mir eingeprägt. Sinngemäß ist da zu lesen: Warum sollte man sich eine wilde Ordnerstruktur anlegen, wenn man doch mit Spotlight ein Dokument viel fixer findet im Vergleich zum Mühsehligen durchklicken (Ja, diese Idee wird zwar an anderer Stelle wieder etwas aufgehoben, mir hat sie aber so gefallen).
Ebenfalls leuchtet es mir ein, dass ich das Adressbuch von OS X doch wesentlich intensiver nutzen sollte – vor allem auch als führendes System in Sachen Adressen. Und eben da bietet Tiger Gruppierung von Kontakten durch Smartlists, das kann der Panther leider nicht.
Ich könnte jetzt wohl noch seitenweise diese Lobdudelei fortführen, möchte an dieser Stelle aber abbrechen. Ich kann mir aber vorstellen, dass ich in Zukunft noch des öfteren dezidiert auf das Buch zurückkomme, da ich mir fest vorgenommen habe, eine ganze Reihe von Anregungen zu übernehmen. Um eben mein Leben ein Stück weit [durch die Nutzung meines Powerbooks] zu vereinfachen und alles im allem vor allem besser zu strukturieren.
Ich bin in der glücklichen Lage diese Buch als Rezensionsexemplar kostenlos bekommen zu haben. Dennoch – ich würde es mir auch kaufen, wenn ich es heute zurückschicken müsste. 29.95 Euro sind vielleicht kein Pappenstil und wer hier ab und zu liest, der weiss, dass ich an bestimmten Stellen gerne geize. Ich meine, dass sie sich alsbald bezahlt machen.
Mein Fazit: Ich kann dieses Buch jedem Mac-User empfehlen! Insbesondere, wenn derjenige meint, er hätte Organisations- oder/und Zeitprobleme. Danke, Hans Dorsch!
14. Oktober 2005 um 21:09 Uhr
Mac Professionell Das Weblog zum Buch http://macprofessionell.de/
14. Oktober 2005 um 21:59 Uhr
Spotlight – Quicksilver Teste mal Quicksilver (http://quicksilver.blacktree.com/). Das Programm ist ähnlich wie Spotlight und läuft auch unter 10.3. Quicksilver hat mir bisher das Update auf 10.4 erspart.
15. Oktober 2005 um 09:10 Uhr
Warum ein Mac? Hmmmm…
Ehrlich gesagt habe ich überhaupt noch nicht verstanden, warum mir als Freiberufler ein Mac besser als ein Windows-Rechner dienen könnte. Was hat das denn mit der Freiberuflichkeit zu tun?
15. Oktober 2005 um 10:18 Uhr
weil er besser aussieht ne, das hastdu falsch verstanden. es geht eher darum: wenn du eh einen mac hast (und freiberuflich tätig bist), wie du damit effektiver arbeiten kannst.
davon mal abgesehen, bin ich schon der Meinung, dass man zT mit einem Mac besser bedient ist als Arbeitsmaschine, weils halt weniger Ärger gibt. Das hängt aber davon ab, wieviel arbeitsspezifische Software einsetzt. Für viele Berufzweige gibt es die notwendige Software ja eh nur für die Dose.