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Hell’s Kitchen roof – Toilette, neu, Flachspüler

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Der eine oder die andere Leserin, die aus welchen Gründen auch immer diesem Blog schon einem längeren Weilchen Zeit schenkt, wird sich vielleicht erinnern, dass wir hier in einer possierlichen Doppelhaushälfte wohnen, die 1900 gebaut wurde. Vor langer langer Zeit haben wir unser Bad und unsere Küche renoviert, ich hatte das Ganze damals unter dem Arbeitstitel Hell’s Kitchen verschlagwortet und beschrieben.

Die Geschichte von Hell’s Kitchen erzählt von einem Spätdreiziger, der sich eingestehen muss, dass er handwerklich eine absolute Null ist und sei es auch nur einen Nagel gerade in die Wand zu schlagen. Nachdem Küche und Bad dank der Finanzministerin und freundlicher Unterstützung diverser Freunde doch noch ein gutes Ende gefunden hatte, bin ich gleich das Projekt Dachbodenausbau angegangen. Das war 2008. 2009 haben wir auch noch mal was gemacht und ich meine sogar, dass wir 2011 oder 2012 auch noch einen Tag da oben gearbeitet haben. Dementsprechend ist der Baufortschritt mehr als dürftig. Was vor allem auch wieder an meinem handwerklichen Geschick liegt. Der Ausblick auf Frustration und Zerstörung von Mensch und Material hat meine Motivation in den letzten Jahren schockhgefrohren.

Vor drei Wochen dann. Ich bekomme ernsthaft Tränen vor Rührung, wenn ich nur daran denke. Hat mein guter Freund – Codename: Mr. Perfekt – bei seinem Besuch festgestellt, dass es so ja nicht weitergehen kann. Er hätte in den nächsten 6 Monaten bestimmt mal das eine oder andere Wochenende Zeit. Bumms, zwei Wochen später stand er hier. Hat mal eben ein neues Abflussrohr vom Dachboden in den Keller gelegt und dazu noch eine Wasserleitung vom Keller in den Dachboden. Quasi im Vorbeigehen ist dabei noch unsere Toilette erneuert worden. Wir hatten bislang so eine nervig-laute und wenig effiziente Druckspülung anno 1960. Jetzt haben wir einen Spülkasten. Die ersten Mal war ich ganz aus dem Häuschen, wie leise der Spülvorgang nun ist. Ich freue mich. Ich kann es kaum in Worte fassen. Nächstes Wochenende geht es auch schon weiter – obschon ich vermutlich nicht mal anwesen sein werde – ich darf dabei vielleicht mit Recht behaupten, dass ich ein tolles Helferlein für Mr. Perfekt war. Anreichen, das bekomme ich hin. Vom Dachboden und in den Keller laufen, um was zu holen. Da bin ich gross drin. Und wenn es das Falsche war, laufe ich eben noch mal. Ich bin so glücklich.

Eine neue Toilette! Toll!

2 Kommentare

  1. Der Begriff „Flachspüler“ hat aber nix mit dem Spülkasten zu tun – das weißt du, oder?

    Es sei denn, du wolltest deutlich machen, dass Mr. Perfekt auch noch die Schüssel gewechselt hat.

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