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a blogger or a-blogger

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Niedlich. Weihnachten ist ja nun vorbei. Man sieht an sich herunter und weiss, dass man nur noch wenige Tage bis zum Frühlingsanfang hat. Und auch das neue Jahr hat schon begonnen. Da ist man wohl zwangsläufig in einer Phase, in der man einerseits noch arg beschaulich fühlt und dennoch merkt, dass man mal Zeichen setzen muss.

Der Wirre hat ansatzweise so ein Zeichen gesetzt und mit a-blogs sind fürn arsch betitelt. Alleine die Überschrift ist so grossartig, dass man ihm dafür bei der nächsten Begegnung in der Kneipe herzhaft auf die Schulter klopfen möchte, um ihm den verdienten Respekt zu zollen. Denn der Wirre gibt sich selbstkritisch – fast bis hin zur Selbstverleugnung: wirres.net ist definitiv long tail, aber sowas von. an schlechten tagen hab ich insgesamt, pro tag, soviele besucher wie heute allein von fefe vorbeigeschickt wurden. Mir kommen die grossen Kullertränen. Ehrlich. Man möge das nicht falsch verstehen, ich mag den Wirren und ich könnte jetzt eine komplette Textwüste damit füllen, wie toll ich ihn finde und wie sehr ich sein Blog doch schätze. Aber mit Lobdudeleien komme ich auch nicht weiter.

Viel interessanter als der Inhalt beim Wirren selbst, sind jetzt die nachfolgenden Beiträge anderer A-Blogger, die da nun auch ganz freimutig bekennen, dass sie gar keine A-Blogger sein möchten. Himmel! Der Nerd sinniert ich habe keine große Ahnung von Politik, Technologie interessiert mich, aber ich kann nur rudimentäres PHP und die Kassettenrekorder, die ich als Kind auseinanderschraubte, habe ich nie wieder vernünftig zusammenbekommen. Ich hab’ ein bißchen Geschmack in Sachen Musik und Filme und eine Meinung zu Copyright. That’s it. Ach mein Gott – komm an Papas Brust, Du Armer. Wohl allein der Domainname sollte ihn für die Top100 qualifizieren ( Und nein, ich selbst habe Nordcore noch nie gelesen, hab ihn jetzt erst neulich abonniert ). Rührig geradezu die Kommentare … Man könnte meinen er hätte das Ende seines Blogs bekanntgegeben. Nein, Nerd, Du bist toll, tu uns das nicht an!

Auch der Sichelputzer ( Top100 Platz 87) gibt sich so nett deutsch bescheiden: Für die Masse der Blogger sieht es anders aus – wir schwimmen im Sumpf des von allen Top-Bloggern hinterlassenen Verbrechens. Na hör mal. Wir sind hier unten. Du bist da oben. Misch das mal bitte nicht.

Ich bin mir nicht ganz sicher, warum man sich so bescheiden gibt. Ist doch toll zu einer Top100 zu gehören. Bei irgendwas. Und statt zu lamentieren könnten die werten Herren ja auch mal ihr wertes Hinterteil in Schwung bringen. Der Überblogger, also der AAA-Blogger Robert Basic macht Euch das doch immer mal wieder vor. Wenn er etwas im Longtail findet, dann berichtet er darüber, stellt so ein Blog auch mal vor. Nutzt seine Vormachtsstellung, um unbekannten Talenten den Weg zu ebnen. Wenn Euch Euer Ruhm zu viel ist, dann sorgt eben dafür, dass andere Euch ablösen.

Und wenn Euch das zu viel Arbeit ist, dann postet halt die nächsten 20 Wochen nur Youtube-Videos. Dann hat sich das mit dem „-“ auch erledigt.

2 Kommentare

  1. schon lange mein reden! diese charts sind sowas von überflüssig und ich finde nicht das man die qulität eines blogges alleine an der anzahl der verlinkungen, beiträge und werbeeinblendungen messen sollte!

    ich für meinen teil halte mein blog für das grösste und wenn jemand das gegenteil behauptet dem höre ich einfach nicht zu! so kann man sich die bloggossphäre auch schön reden!

  2. Jep!
    Ich kann auch nicht mehr hören.

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