Tag 3: Eigentlich wollte ich diesen Beitrag ja so beginnen: Wenn ich ein alleinstehender silver Surfer in Bielefeld wäre, dann würde ich morgens gegen 9 Uhr immer am Obersee spazieren gehen. In der Altersklasse sind da nämlich jede Menge Uschis unterwegs, da geht bestimmt was …. Aber dann müsste ich auch schreiben, dass mich die dämlichen nordwalkenden Rentnerinnen so sauer gemacht haben, dass ich sie am liebsten in den einskalten Obersee geschubst hätte. Müssen ja unbedingt zu viert nebeneinander latschen. Is klar. Müssen ja nicht mal nach vorne gucken – nene. Und die Stöcker hält man immer möglichst weit in die Luft. Genau. Ich war kurz davor, mich umzudrehen und diese eine alte Trulla – will sagen ältere Dame – so richtig zusammen zu brüllen. Und glaubt mir, ich kann das. Aber das ist alles zu schlecht für mein Image, darum fange ich den Beitrag hier erst gar nicht so an.
Dann hatte ich mir überlegt, dass ich darüber berichte, so als lockeren Einstieg – ihr versteht schon, damit diese Laufeinträge nicht zu dröge werden, dass das Licht heute morgen echt umwerfend war. Aber das Licht an einem Tag im Januar … ich weiss nicht. So hatte ich noch zwei drei Ansätze, die ich mir jetzt mal cleverer Weise für später aufhebe. Egal.
Als ich gerade dabei war, mir doch noch einen alternativen Beitragsanfang auszudenken, ich war gerade mit dem Laufen fertig, klingelte mein iPhone. Das war nämlich die Zahnarzt-Praxis – ob ich nicht auch sofort kommen könnte. Konnte ich nicht. Ich war ja gerade drei ganze Runden gelaufen. Und nach diesen 56 Minuten habe ich ziemlich geschwitzt. Also wenigstens Duschen musste ich noch.