Ich bin kein Freund von Indien. Das hat nichts mit den Land zu tun. Eher mit den Leuten. Als Halbling hatten wir in unserem behüteten Städtchen indischen (was nicht wirklich stimmen muss, können auch Pakistani gewesen sein oder was auch immer, für mich waren es damals Inder) Asylanten. Die sahen so fremdartig aus mit ihrem Turban, das hat mir damals Angst gemacht. Auch diese roten Punkte. Heute bin ich natürlich total tolerant und aufgeklärt, aber tief in mir drinne, ist diese Abneigung geblieben. Vielleicht sollte mal gezielt nach Indien fahren, um dieses Trauma zu kurieren.
Wie auch immer, gestern um 11 kam auf PHOENIX eine Dokumentation über Indien Bhagwan, Beatles, Bollywood – Indien ist anders. Auch wenn dort unheimlich viele Aspekte innerhalb kürzester Zeit angerissen wurden, so fand ich das Ganze ungemein interessant. Ein paar Minuten wurde über ein Aussteigerdorf (heute Stadt) namens Auroville berichtet. Mal abgesehen davon, dass die zentrale Idee – man nehme Menschen aus allen Länderen und lebe friedlich zusammen – unheimlich nett ist, mich hat vor allem die Architektur diverser Gebäude dort angesprochen. Leider war der Teil der Beitrages sehr kurz gehalten.
Wer die Zeit hat, kann bei Flickr oder auf der Auroville Homepage selbst einige der Bauten bestaunen. Wer jung ist, kann dort wohl auch ein soziales Jahr verbringen: Auroville Volunteering. Nette Geschichte, finde ich.