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Citroen DS: nach 2500 km

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my 1973 Citroën DSuper Das ich schon lange nichts mehr von unserer DS geschrieben habe, kommt nicht von ungefähr. Anfang November hatte ich Probleme mit der Elektrik. Die gute neue Batterie wollte sich partout nicht mehr bei Fahren aufladen lassen, schlimmer noch – bei Fahren war eher Entladung angesagt.

Zudem hatte der einsetzende Herbstregen und die diversen undichten Stellen den Innenraum in ein lustiges Feuchtbiotop verwandelt. Kein wirklicher Anlass zur Heiterkeit. So habe ich mich dann einen Abend aufgemacht und die DS zu meinem Schrauber überführt. Diese Fahrt wird mir noch lange in Erinnerung bleiben, das die sich entladene Batterie dafür sorgte, dass mein Abblendlicht nicht einmal mehr über die Leuchtstärke eines Teelichtes hatte. Dies war bei der einsetzenden Dunkelheit genauso kriminell, wie die sich in Slowmotion bewegenden Scheibenwischer, die nicht wirklich etwas gegen den einsetzenden Regen entgegenzusetzen vermochten. Auf den letzten Metern fing dann auch noch der Motor an zu stottern, so dass ich nicht nur sprichwörtlich mit letzter Kraft auf den Hof meines Schraubers gerollt bin.

Dieser hatte dann in den vergangen Monaten Spiel, Spass und Spannung mit der DS. Das Ladeproblem war am ersten Tag gelöst, die Undichtigkeit des Daches hingegen weniger. Acht Mal hat er insgesamt das Dach abgenommen, abgedichtet und wieder eingebaut. Zwar konnte der große Wasserfluss gestoppt werden, dicht war es aber noch nicht. Ich bin in der Zwischenzeit lustig CX gefahren und hatte es auch nicht so wirklich eilig, wusste ich doch, dass die DS bei ihm trocken und sicher steht.

Nun ist der CX mittlerweile etwas unpässlich geworden. Gerade passend dazu, ist das Dach der DS nun dicht. Auch die Stelle, an der das Wasser in den rechten Fussraum eingeflossen ist, konnte er lokalisieren und abdichten (bzw. die entsprechenden Ablauflöcher im Schweller freilegen). So fahre ich jetzt seit einer Woche wieder mit der DS durch die Gegend.

Als Bonus habe ich jetzt auch einen rechten Aussenspiegel. Das ist prima, denn ohne diesen war das Einparken doch auch immer ein wenig Glückssache. Dumm nur, dass der Spiegel ein gewisses Eigenleben hat und mich vorzugsweise die Asphaltdecke betrachten lassen will, aber das bekommen wir noch hin.

Gestern haben wir dann die erste gemeinsame Ausfahrt in die alte Heimat unternommen. Auch wenn auf der Autobahn bei 120 km/h schnell das Limit erreicht ist (Nein, nein, es geht schon auch schneller, aber dann wird das Fahren – sowohl Lautstärke als auch Lenkverhalten – doch recht ungemütlich.), macht es wieder richtig Spass DS zu fahren.

Ich bin wirklich froh, dass wir das Auto haben. Und Fahrverbote hin, Fahrverbote her – DS fahren wird mir auch in Zukunft viel Spass bereiten. Apropos Fahrverbote. In der aktuellen Oldtimer-Markt (5/2007) werden Oldtimer gegen ihre heutigen Ahnen in Sachen Spritverbrauch getestet. Da schneidet die DS 20 mit 9,9l gegen einen C6 3.0i mit 11l sehr positiv im Drittelmix ab (Ok, ok, beides keine 3l Lupos). Obgleich ich mir den C6 auch gut als Winterauto vorstellen könnte.

Und zu guter Letzt noch einen Link zum 1964 Citroen ID19 Hot Rod BLOG ( Dank an und via willsagen ). Dort kann man sehen, dass man aus der DS durchaus ein richtig netten Hot Rod bauen kann, obgleich sie mir im Orginal trotzdem besser gefällt.

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