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25. Oktober 2012
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Logitech Squeezebox wird eingestellt

Mein Kollege, ihn kann man getrost als sehr audiophil bezeichnen, hat mich eben darauf aufmerksam gemacht, dass Logitech die Produktion seiner Squeezebox Touch einstellen wird. Der Abverkauf auf Amazon hat quasi schon begonnen, der Preis ist mal eben um fast 100 Euro auf 200 Euro gefallen.

Interessant ist das Ding für alle, die gerne ihre Musik verlustfrei auf ihrer Anlage hören wollen. Die Squeezebox unterstützt nämlich neben diversen anderen Formaten auch FLAC24Bit. Und da das Gerät neben einem digitalen auch noch einen optischen Ausgang besitzt, können die Signale also ohne Verluste an den Verstärker weitergegeben werden.

Neben diversen Online-Musikdiensten unterstützt die Squeezebox auch Internet-Radio wie das Streamen von diversen Playern. Ist ja noch nicht Weihnachten, aber wer für das audiophile Spilekind schon jetzt ein Weihnachtsgeschenk sucht, kann hier jetzt zuschlagen und später punkten.

8. Oktober 2012
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Jog im Glück

Am Freitag hatte man mir einen Flieger von Hannover nach Paris und ein Zimmer vor Ort gebucht. In der Regel brauche ich von der Haustür unseres bescheidenen Eigenheims bis ins Parkhaus am Flughafen in Hannover keine volle Stunde. Drum habe ich auch der Finanzministerin großzügig angeboten, ich könne vor Abfahrt noch LOCKER den Nachwuchs 1.0 vom Sport abholen, bevor ich mich dann aufmachen würde.

Auf dem Weg durch Bielefeld, kam dann der Verkehrshinweis, dass man auf der Strecke von Bielefeld nach Hannover bei einem 10km Stau mitspielen dürfte. Ich habe schnell die Navigon.app gestartet und durfte dort lesen, dass ich eine Verzögerung von einer Stunde erwarten solle. Die naheliegenden Ausweichrouten zeigten auf einer anderen App ebenfalls Stau an. Da war es 18:02 Uhr. Das Boarding in Hannover war auf 19:55 Uhr angesetzt.

Also habe ich den Nachwuchs mehr eingesaugt als eingesammelt und flugs zu Hause ausgespuckt, meine Siebensachen gepackt und bin los gefahren. Ungestüme Chaosfahrten kann ich mir mit Blick auf meinen Führerschein schon längst nicht mehr erlauben, also brav im Sinne der StVO Richtung Hannover. Vor dem Stau auf die Landstrasse und den Stau erstmal möglichst weiträumig umfahren.

Gegen 19:35 Uhr war ich immer noch fleissig am Umfahren, fing aber an zu überlegen, wo ich denn mein Portemonnaie hingesteckt hatte. Ein kurze Anruf bei den Daheimgebliebenen gab dann die unbequeme Gewissheit: Portemonnaie liegt zu Hause. Also: Kein Bargeld, keine Kreditkarte, kein Ausweis – aber noch 20 Minuten bis nach Hannover zum Boarding.

Das worst chase Szenario: Ich parke den Wagen im Parkhaus, man lässt mich aber nicht mitfliegen. Dann stehe ich erstmal ohne Auto und ohne Geld ziemlich dumm in Hannover. Gegen 19:50 Uhr verlasse ich die Autobahn am Flughafen und bewege mich in Richtung Parkhaus. 5 Minuten später bin ich im Parkhaus. 2 weitere Minuten später im Terminal. Eingecheckt hatte ich schon am frühen Morgen – danke Internet, ich mag Dich wirklich sehr – den Boardingpass auch in der Hand.

Ich finde es ja irgendwe schon faszinierend, dass man sich und sein Hab und Gut aufwendiger Sicherheitskontrollen unterziehen muss, sich aber nicht ein Mal ausweise braucht. Die Air France hat in Hannover ein eigenes Gate mit eigener Security-Abfertigung. Ich musste also nicht lange warten und befand mich ein paar Minuten später im Gangway zum Flieger. Auf dem Weg nach Paris. Ohne Bargeld, ohne Kreditkarte und ohne Ausweis.

Letzteres hat mich ein wenig beunruhigt. Paris selbst, das wusste ich, war unproblematisch. Ich war eingeladen. Am Flughafen empfing mich meine Kontaktperson mit einem Fahrer. Die brachten mich dann in das gebuchte Hotel, wo ich den Zimmerservice auf Kosten meines Gastgebers in Anspruch nehmen durfte. Zudem verfügte das Hotel über einen öffentlichen Drucker auf dem ich mir dann die Boarding-Karte für den Rückflug ausdrucken konnte. Meine Kontaktperson lieh mir freundlicher Weise auch 30 Euro, die ich ja brauchte um am nächsten Tag mein Auto wieder aus dem Parkhaus zu bekommen. Den Betrag werde ich die Tage dann per Post an eine fanzösische Privatadresse senden. Am nächsten Tag habe ich dann meinen kleinen Auftritt gehabt und konnte somit meinen Job erledigen. Gegen Nachmittag brachte mich dann mein Shuttle-Fahrer wieder zum Flughafen, übrigens auch schön fast eine Stunde auf einer dreispurigen Autobahn im Stop-n-Go durch Paris zu kriechen.

Am Flughafen in Paris wurde ich wieder gut durchleuchtet, aber auch hier wollte niemand einen Ausweis sehen. Mein Flug sollte 19:55 Uhr in Hannover landen. Die gleiche Zeit stand auf meinem Parkticket. Um 19:35 Uhr nahmen die Räder des Fahrwerk bereits schon Kontakt zu deutschem Boden auf und durch einen kleinen Sprint auf den letzten Metern habe ich es geschafft, 3 Minuten vor dem Ablauf der 24-Stunden-Frist meinen Parkschein in den Automaten zu schieben.

Wenn ich bedenke, wie viel Potential bei diesem Kurztrip vorhanden war, um mich so richtig in Schwierigkeiten zu bringen und wie toll und einfach das doch alles gelaufen ist, kann ich nur festhalten: Was hatte ich doch für ein Glück!

4. Oktober 2012
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Der Anfang von Facebooks Ende?

Bei Facebook kann man jetzt auch als Privatperson für US$ 7 einen Posting pushen. Techcrunch kann dem auch etwas Positives abgewinnen, zeigt in seinem Artikel aber auch Risiken auf.

Ich persönlich habe Facebook ja bis 2015 gegeben, bevor es sich selbst zerfleischt. In den letzten Wochen komme ich aber immer mehr zu dem Schluss, dass das Ende viel früher eintreten wird. Als Beispiel. Ich schalte ja schon ein Weilchen Anzeigen bei Facebook um Fans für ein bestimmtes Projekt zu generieren. Mittlerweile habe ich auf diesem Weg etwa 2.000 Fans „eingekauft“ und über US$ 1.000 dafür bezahlt. Ich finde das ok und legitim. Nun habe ich gestern eine Foto-Galerie auf der Seite des Projektes gepostet. Fotos und Foto-Galerie haben ja in der Regel einen guten Viral-Score, soll heissen, sie werden in der Regel von einer Vielzahl von Fans wahrgenommen.

Ich erreiche seit der Umstellung bei Facebook für Sponsored Postings bei Fan-Seiten nun nur durchschnittlich 270 Fans mit meinen Bild-Postings. Von den 2.000 Fans, für die ich bei Facebook „bezahlt“ habe, erreiche ich also auf dem herkömmlichen Weg etwa 10%, dies allein ist schon fast eine Frechheit. Nun zurück zu der entsprechenden neuen Galerie. Diese wurde von sage und schreibe 9 (in Worten: neun) Fans gesehen. Ist es nachvollziehbar, dass ich als „Geschäftskunde“ ein wenig irritiert bin? Und in den nächsten Wochen sehr genau nachsehen werde, was sich da wie entwickelt?

Dazu kommt noch das Ärgernis, dass ich als Benutzer von Facebook mindestens ein Mal in der Woche die Sortierfunktion meines Stream wieder von „Top Stories“ auf „Chronological Order“ setzen muss. Klar, ich verstehe, dass Facebook mit seinen „Top Stories“ ihre „Sponsored Postings“ besser vermarkten kann. Aber wenn sie mir schon die Wahl geben, dass mögen sie doch sich an ihr Angebot halten.

Sicher, im Moment scheint kein Weg an Facebook vorbei zu führen und ein adäquater Ersatz ist auch nicht in Sicht (Warum sich Google mit Google+ so zögerlich verhält ist mir nicht ganz klar.). Im Gegensatz zu Suchmaschinen-Platzhirsch Google ist Facebook meines Erachtens aber nichts zwingend Wichtiges in unserem Leben, sondern ein Nice-to-have. Ein Wechsel der Mitglieder zu einer neuen, besseren Plattform kann meines Erachtens also recht schnell vollzogen werden.

Nach meiner Einschätzung ist Facebook dabei, seine Lebenszeit zu verkürzen. Ich kann mich selbstverständlich aber auch massiv irren.

3. Oktober 2012
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In einem Taxi nach in Paris

Letzten Mittwoch bin ich mit dem Flieger in Paris gelandet. Der Flughafen Charles de Gaulle liegt ein wenig ausserhalb und man kann mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in die Stadt fahren. Der Akku von meinem iPhone hatte sich gerade verabschiedet und auch sonst war mir nicht nach spätabendlicher Gesellschaft in Bus oder Bahn. Also habe ich mich entschlossen ein Taxi zu nehmen.

Man kennt das ja, ab zum Taxi-Stand, einsteigen, losfahren und irgendwann ankommen. Aber .. andere Länder, andere Sitten – nicht so in Paris. Es fing damit an, dass ich mich in eine laaange Schlange von Wartenden einreihen durfte. Von Stossverkehr konnte aber nicht die Rede sein, denn all diese Personen hatten mich nach und nach passiert als ich noch – ausserhalb der Sichtweite des Taxi-Standes – eine Zigarette geraucht hatte.

Das Zepter über diesen Taxi-Stand hatte eine junge Dame mit einem Walkie-Talkie und einem lauten Organ, was sie konsequent und dauerhaft eingesetzt hat. Ich habe Französisch in der 12. Klasse abgewählt und auch sonst hatte ich mit der Sprache schon lange keinen Kontakt mehr. Ich habe also so gar nicht verstanden, was sie von sich gegeben hat. Und warum sie mache Taxi-Fahrer, also die paar, die ab und zu mal reinschneiten, angeschrien hat und andere eben nicht.

Auch habe ich so gar nicht verstanden, warum der eine Typ, der doch eigentlich ganz sympathisch aussah von allen Taxi-Fahrern abgewiesen wurde. Und dann auch noch ein zweiter. Eine Weile lang das gleich Spiel. Neues Taxi fährt ein. Die lautstarke Dame weist dem ewig wartenden das neue Taxi zu. Der Typ geht zum Taxi. Der Taxifahrer schickt ihn wieder weg. Die Frau schimpft, der Taxifahrer winkt sich den nächsten Wartenden zu und fährt dann mit dem von Dannen.

Ich sehe mich da auch schon stehen. Telefon leer. Verstehe kein Wort und keiner will mich mitnehmen. Und auch mein Taxifahrer verweigert dem Ewigwartenden die Mitfahrt und winkt mich zu sich. Ich steige in das Auto und halte ihm meine Hoteladresse unter die Nase. Bon. Na dann kann es ja losgehen. Do you accept credit cards? Ich reise schon seit fast einem Jahr ohne Bargeld. No. Der Mann dreht sich um und ich sehe mich schon neben dem Ewigwartenden. Can we stop at a cash machine? Qui. Prima.

Und los geht’s. Ich spreche kein Französisch und sein Englishwortschatz haben wir auch ausgeschöpft. Das werden doch recht langweilige 40 Minuten durch das dunkle Paris. Und weil es ausser Schwarz nicht viel zu sehen gibt, krame ich in meinem Erinnerungen. Französisch. War doch ne schöne Sprache. Brauchte man bloss nie. Der Taxifahrer springt auf meinen ersten Satz sofort an. Und hört auch nicht mehr auf zu reden, bis wir uns am Hotel herzlich mit Handschlag verabschieden.

Ich habe in den vergangenen zwanzig Minuten nicht alles verstanden, muss aber gestehen, dass sein Redeschwall bei mir ein paar Schubladen geöffnet hat, wo doch noch ein paar französische Vokabeln lagen. Im Grunde ein sehr schöner Einstieg zu meinem Paris-Besuch.

23. September 2012
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Mercedes-Benz Signature Sound und Skywalker

Mercedes-Benz SL Signature Tour

Mercedes-Benz hat in seinem Anfang des Jahres in Detroit vorgestellten Mercedes-Benz SL ein neuartiges Soundsystem verbaut (in anderen Modellreihen will man dies nun nach und nach ebenfalls einarbeiten), was sich durch eine bislang einzigartige Platzierung der Subwoofer im Fussraum des Wagens auszeichnet. Bei der Entwicklung des neuen Vorderwagens wurden die Sound-Ingenieure mit an Bord genommen und so wurde eigens für die Subwoofer der Rahmen angepasst. Das hat gleich drei Vorteile. Zum einen kann der Subwoofer den Rahmen als Resonanzraum nutzen, zum anderen wird der Schall des Basses durch den als Trichter fungierenden Fussraum direkt zum Passagier getragen werden, ohne dass der Wind bei geöffnetem Dach diesen verweht. Zudem wird durch diese Positionierung in der Fahrgastzelle Platz gespart und es ist so möglich die restlichen Lautsprecher noch besser zu verbauen. Besser im Sinne des Hörgenuss.

Mercedes-Benz SL Signature Tour

Damit die Kunden die Vorzüge dieses neuen Systems auch mal richtig hören können, hat Mercedes-Benz gemäß seinem Motto „Das Beste oder nichts“ die Skywalker Studios für ein einzigartiges Projekt gewonnen. 15 Popsongs und 10 klassische Musikstücke wurden in ihre Einzelteile zerlegt und komplett neu abgemischt. Nicht nur eine 5.1-Version des jeweiligen Stückes ist dabei entstanden, sondern bei jedes Musikstück wurde komplett auf das Sound System des Mercedes-Benz SL abgestimmt. Und als Sahnehäubchen erfolgte die Abstimmung nicht nur auf den Fahrer oder einen imaginären Sweetspot im Auto, sondern eben so, dass beide Passagiere zu vollem Musikgenuss kommen.

Da sich das zwar nett liest, man aber geneigt ist, das ganze erstmal als Marketing-Blabla adacta zu legen, hat Merecedes ein paar Normalsterbliche wie auch ein paar Audio-Experten nach San Francisco eingeladen, um sie im Mercedes-Benz Sl dirket zu den Skywalker Studios fahren zu lassen.

Schritt 1: Technik erklären.
Schritt 2: Technik erleben
Schritt 3: Experten befragen

Mercedes-Benz SL Signature Tour

Mit einem Mercedes-Benz SL offen durch das Napa Valley zu fahren ist an sich schon mal ein pures Vergnügen. Dabei noch – selbst auf dem Beifahrersitz – im Sweetspot der Surround-Anlage zu sitzen und Songs wie Alanis Morissette „Ironic“, James Blunt „You’re Beautiful“ oder Fine Young Cannibals „She Drives Me Crazy“ räumlich zu hören, ist ein Oberknaller. Und ja, ich kann bestätigen, dass es hervoragend funktioniert und die Leute von Skywalker Sound eine super Arbeit abgeliefert haben.

Im Anschluss dann noch ein Führung durch die Skywalker Studios (das Expertengespräch fand im Kino der Studios statt, von dem man sagt, dass es zu den besten weltweit gehört, was das Audioequipment angeht. Wir durften aber leider keinen Film dort sehen…) zu bekommen und ein Mittagessen im Haupthaus der Skywalker Ranch einzunehmen entrückt das Ganze ins Unwirkliche. Aber ich war da. Und es war der Hammer.

Gut. Ein Mercedes-Benz Sl kostet um die 150.000 Euro. Die DVD gibt es nur für SL-Käufer und sie wirkt auch eben nur im SL so perfekt. So kann man das Projekt vorerst als Proof-of-Concept sehen – mit dem Stempel PROOFED! Es ist auch nicht so, dass man jetzt ein lustiges Template hätte, in das man die Musik reinkippt und hinten kommt dann ein optimierte Version heraus. Auch ist man gerade bei älteren Stücken immer auf den Geschmack des Ton-Ingenieurs angewiesen, der die Songs nach seinem persönlichen Gusto neu abmischt. Die meisten Stücke sind ja für den Stereo-Betrieb geschrieben und abgemischt worden.

Wer mal bei einem Mercedes-Händler vorbeikommt, sollte sich das mal vorführen lassen. Ich hoffe mal, dass das neue Frontbass-System auch schon in der neuen E-Klasse verfügbar sein wird, die ja vermutlich Anfang nächsten Jahres vorgestellt wird.

Es war ein wirklich unglaubliches Erlebnis für mich von dem ich noch lange zehren werde!

23. September 2012
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Heike, Emil und der #lovestorm

Reise-Bloggerin Heike trifft älteren Herren namens Emil auf Fotomesse. Der musste nach 60 Jahre das Abonnement der Zeitschrift „fotoMagazin“ aus finanziellen Gründen kündigen. Heike ist berührt und schüttelt ein Mal ordentlich das Internet.

Das fotoMagazin sieht es und schwupps hat der Emil wieder ein Abo. Sogar ein Kostenloses. Schöne Geschichte. Wirklich. Das so etwas in Deutschland noch funktioniert. Finde ich wirklich toll.

Kudos, Heike!