Ich habe mir auch noch die zweite Session mit Martin Krolop angesehen: Fotografie mit Aufsteckblitzen. Der Gute ist wirklich ein prima Entertainer und ich mag wirklich die message die er rüberbringt. Mit Aufsteckblitzen kann man eine ganze Menge erreichen – man muss nicht unbedingt ein teures Studio-Setup haben.
Im Prinzip muss man nur um die Nachteile der Aufsteckblitze wissen und diese durch ein wenig Erfahrung und Mathematik egalisieren. Das Problem ist ja, dass ein Blitz nach ein paar wenigen Auslösungen gut mal überhitzt und man dann ein Weilchen warten muss, bevor man ihn wieder verwenden kann. Das ist aber idR so, weil man den Blitz mit voller Leistung feuert.
So lautet denn auch ein Tipp, den ich mitgenommen habe, dass man ruhig mit ISO400 knipst (weil bei heutigen Kameras das Bildrauschen bei ISO400 nun wirklich nicht nennenswert ist) und die Blitzleistung dann entsprechend reduzieren kann. Generell sollte man den Blitz sowieso nicht im Automatik-Modus nutzen, sondern immer manuell einstellen.
Auch kann man seinen Blitz schonen, wenn man nicht erst 3 Testphotos zum Lichteinmessen knipsen muss, sondern im Prinzip schon weiss, welche Einstellungen man braucht. Dieses Wissen kann man durch Erfahrung aufbauen, dann aber sehr elegant nutzen. Bzw mathematisch einfach durchrechnen.
Wenn der entsprechende Blitz also bei einem Abstand von 2m vom Modell bei einer Leistung von 1/4 bei einer Kamera-Einstellung von ISO200 und einer Blende 8 und einer Belichtungszeit von 1/160 das Bild (immer fein auf ein Szenario bezogen, also Portrait oder aber Stileben oder wasauchimmer) perfekt ausleuchtet, dann man sich ausrechnen, was man ändern muss, wenn man den Abstand zum Modell verdoppelt auf 4m. Entweder setzt man die Leistung des Blitzes um eine Blende nach oben, also die Blitzleistung auf 1/2, oder aber man setzt bei der Kamera die ISO-Geschwindigkeit um eine Blende nach oben oder geht mit der Kamera eine Blende nach unten. So kann man sich ganz hübsch und akkurat als Anfänger eine Excel-Tabelle zusammenbasteln, die alle relevanten Informationen enthält und man erhält mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein gut, wenn nicht perfekt, belichtetes Bild.
Man liest mit Sicherheit zwischen den Zeilen, dass ich diese Session wirklich gut fand. Und natürlich habe ich auch noch ein paar Gadgets identifiziert, die ich jetzt auch noch unbedingt haben muss: Magic Square Universal Softbox bzw flash2softbox – Best of Set II, was ich noch netter finde, weil man dafür auch noch einen Handgriff für bekommt. Ausserdem brauche ich wohl demnächst auch _unbedingt_ ein Galgenstativ.