4:30 Uhr – Ich bin wach. Es kann losgehen.
11:11 Uhr – Das hat ja bislang wirklich prima geklappt. Zum Flughafen gab es nur zwei kleine Staus. Das Einchecken ging dank eTicket auch ganz fix und so hatte ich vorm Betreten der Boarding-Area auch noch Zeit eine letzte Zigarette zu Rauchen und beim Zoll vorzusprechen.
Letzteres kann ich nur empfehlen, es geht ganz fix und ist recht profan. Ich habe alles ausgepackt, der gute Mann vom Zoll hat mir ein DINA5 grosses Formular gegeben. Darauf hatte ich dann alle mir wichtigen Objekte inkl. Seriennummer einzutragen. Das hat er dann abgeglichen und gestempelt. Fertig.
Mit der kleinen Fokker 50 sind wir über Bad Nenndorf, Stadthagen. Bückeburg, Minden, Bielefeld und Osnabrück hinweggeflogen. Das Wetter war zwar diesig, aber ich hoffe, ein paar der Bilder, die ich geschossen habe, sind trotzdem in irgendeiner Form zu gebrauchen. Noch mehr würde ich mich freuen, auf dem Rückweg die gleiche Strecke bei etwas besserer Sicht zu fliegen. Der City-Hopper ist erstaunlich voll, was wollen die denn alle in Amsterdam? Eben hab es einen Snack – zwei Toastbrote, eins weiss mit Käse, eins dunkel mit Tunfischpaste (glaube ich). Ich mag das sonnore Brummen der Motoren, ist doch irgendwie beruhigend. Ich glaube wir sind auch schon wieder im Landeanflug.
18:12 Uhr – sitze im Flieger nach Detroit. Mein linkes Knie schmerzt. Ich habe gerde Sin City auf dem iPhone gesehen. Bislang konnte ich erst einen Stunde schlafen, die zwar prächtig, aber dann haben mich die Deppen aus dem Schlaf gerissen. Wegen diesem beknackten Immigration-Fragebogen, den ich ja nun auch schon online ausgefüllt habe und dessen Fragen einfach unverschämt bescheuert sind. Noch drei Stunden bis ich lande. Ich hoffe ich kann gleich noch mal schlafen. Eine Stunde nach Abflug gab es Mittagessen. Ich hatte Huhn. Oder so ähnlich. Dazu einen Weisswein. Davor einen Rotwein. Jetzt gerade leichte Kopfschmerzen.
In Amsterdam habe ich auf dem Flugplatz eine Zigarette geraucht. Da habe ich ein Foto von gemacht, dass muss ich bei Zeiten nachreichen. Ein Glaskasten, ungefähr 6 Telefonzellen gross, gefüllt mit Menschen, die süchtig an einer Zigarette ziehen. Ich habe nicht mal bis zur Hälfte geraucht. Ekelig.
20:56 – Noch 44 Minuten. Eben gab es noch einmal einen Snack. So eine Pizzazunge. Dazu ein kleines Döschen Eis.Von meinem Platz kann ich direkt in die Business Class gucken. Ich habe seit etwas drei Stunden dramatisch grossen Sozialneid. Es beruhigt mich lediglich, dass die da auch nicht rauchen dürfen. Ich habe leider nicht mehr schlafen können, wohl aber versucht so viel wie möglich zu dösen. Zudem habe ich mir zwischenzeitlich auch mal etwas die Beine vertreten. Seitdem schmerzt das linke Knie nicht mehr – sondern das Rechte. Mit meinem Sitznachbar hatte ich mehr als Glück. Ein sehr angenehmer Holländer. Wir haben ein wenig geplaudert, unsere Witze gemacht und uns weitgehend in Ruhe gelassen. Prima.
Sobald ich den Boden der USA betrete, werde ich die Stopuhr des iPhones einschalten. Das wird dann meine neue Zeitrechnung. Mit diesen ganzen Zeitzonen kommt man doch sonst vollkommen durcheinander, oder? Bin mir auch noch nicht schlüssig, ob ich die Rechneruhr und die Uhr des iPhones nun umstelle, oder nicht. Mal sehen.
14:07 – Habe natürlich vergessen, die Stoppuhr zu starten. Ging dann aber alles so schnell. Vom Flieger aus bin ich im Stechschritt zu diesem Immigration-Ding. Der Scherge hatte mir doch berichtet, dass er da bei seinem USA-Aufenthalt fast eine Stunde gewartet hatte. Das war in Detroit etwas anders. Eine riesige Halle mit 200.000 Schaltern, die alle besetzt waren – aber ohne irgendwelche Passagiere. Ich bin sofort drangekommen. Und war auch – nachdem sie mir die Fingerabdrücke genommen haben und meine Iris fotografiert haben – sofort durch damit. Auf mein Gepäck warten, hat da wesentlich länger gedauert.
Der Shuttle zu Hertz ging auch recht reibungslos. Da musste ich dann aber fast eine halbe Stunde auf mein Auto warten. Do you want a Mustung Convertible for just US$ 25 more a day? – No! Ja. Und dann haben sie versucht einen normalen Mustang zu finden. Das hat nicht ganz geklappt. Also fahre ich jetzt einen
Mustang. Cabrio. Schwarz! (Dazu später mehr.)
Wobei ich von dem noch nicht so viel mitbekommen habe. Ich habe mich ein Mal kurz und heftig gefreut, mich dann aber darauf konzentriert schnell nach Kentucky zu kommen. Das TomTom fürs iPhone hat da gut geholfen. Der Verkehr war gut. Ich bin prima durchgekommen. Bloss die letzte Stunde war die Hölle. Das war zwischen 4 und 5 Uhr morgens deutscher Zeit. Ich bin ja gestern um halb füng aufgestanden. Im Flieger maximal 2 Stunden Schlaf. Es war dunkel. Leichter Regen. Nebelbänke. Und wer schon mal in USA gefahren ist, der weiss, dass die Strassenmarkierung da nicht wirklich zu sehen ist im Dunklen, wenn es feucht ist. Ich war jedenfalls fix und fertig, wie auch heilfroh, hier gegen 5.30 Uhr anzukommen.
Hier ist bei einer ehemaligen Schulkameradin. Die lebt hier in einem Haus mit ihren beiden Kindern, drei Katzen und zwei Hunden (Hündchen). Wer mich etwas kennt, der weiss, was es heisst, wenn ich sage, ich habe mich hier sofort wohl gefühlt und das nicht ironisch meine. Sie ist selbstständige Fotografin. Um 7 Uhr war ich dann im Bett.
Und habe zwei Stunden, wie ein Stein geschlafen. Danach war ich dann hellwach. Sowas von. Da habe ich dann endlich die Zeit gehabt, mal in Ruhe die Mails zu lesen, die ich in der Zwischenzeit bekommen habe. Das war das schlimmste an der ganzen Hinreise. Nicht, dass nicht Rauchen können, sondern diese Abgeschnittenheit vom Internet. Endlich wieder WLAN. Ahhh. Irgendwie habe ich es dann doch noch geschafft, wieder einzuschlafen und bin nach drei weiteren Stunden wieder wach. Das Haus ist leer. Ich habe aber einen extrem leckeren Kaffee neben mir stehen. Verdammt, ist das ein guter Kaffee. Und mittlweile auch zwei Peanutbutter-Sandwiches im Bauch.
Jetzt warte ich, dass meine Gastgeberin nach Hause kommt und dann gehen wir wohl mal ein wenig shoppen.