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klein, praktisch, unverdaulich seit 2004

jog als Apple Enthusiastic Evangelist (II)

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Ich sitze auf dem Sofa und habe mein neues MacBook Air im Schoss. Klicke hier, klicke da. Surfe. Lese. Twitter. Nichts ungewöhnliches. Im Grunde. Und doch ist tief in mir ein sehr angenehmes Gefühl verankert.

Kleiner Sprung. Wer kennt nicht das Gefühl, dass man sich etwas sündhaft teures gekauft hat und beim Kauf sich auch schon gefreut hat, wie ein kleines Kind, dann aber, kaum zu Hause angekommen, irgendeine seltsame Form von schlechtem Gewissen aufkommt. Hätte man das teil nicht noch irgendwo billiger erstehen können? War die Anschaffung wirklich nötig. Wird man das Objekt auch wirklich nutzen? Kann man den hohen Kaufpreis auch in zwei Wochen noch rechtfertigen?

Ich sitze also auf dem Sofa und in mir schlummert ein richtig gutes Gefühl. Denn ich weiss jetzt schon, dass ich auch in den kommenden Wochen und Monaten sehr viel Freude mit meinem neuen Notebook haben werde. Das Powerbook ( ich bin recht zuversichtlich, dass ich es noch irgendwann wiederbeleben kann und dann hat auch schon Nachwuchs 1.0 Ansprüche angemeldet ) hatte ich über 4 Jahre im Betrieb. Es ist mir runtergefallen. Es war verbeult. Es war doch auch ziemlich langsam und hatte so seine Eigenheiten. Und trotzdem – selbst nach 4 langen Jahren – war es immer wieder ein schönes Gefühl über das Alugehäuse zu streicheln und zu sehen, wie prompt das System nach dem Öffnen des Display-Deckels zur Verfügung stand.

Und jetzt sitze ich wieder mit so einem schönen Gerät. Und mal ganz unter uns – bevor ich das Powerbook gekauft hatte und auch noch ein Weilchen nachdem ich es schon hatte – habe ich die meisten MacJünger für ziemliche Spinner gehalten. Ich fand OS X damals klasse. Ein *nix mit einer passablen GUI. Und dazu gab es ein kleines, aber robustes Notebook. Ja, was nicht ganz hässlich war. Heute sehe ich das einen Ticken anders. Sicherlich würde ich auch heute nicht so weit gehen und behaupten, dass mein Air einfach zu gut aussieht, als dass sich ein Virus daran wagen würde, aber, ich muss schon festhalten, dass die Schönheit dieses Gerätes doch zu meinem Wohlbefinden beiträgt.

Wenn es da geschlossen auf dem Tisch liegt. Ganz flach. Nimmt weniger Platz weg als die Papierausgabe der C’T. Oder wenn ich es aus dem Second-Skin ziehe und mich immer erst erschrecke – ich bin bestohlen worden! Jemand hat mir ein kleines Blech in die Tasche geschmuggelt. Ich habe das Powerbook immer gerne offen mit einer Hand getragen. Das war auch ungemein praktisch, nicht zuletzt weil man die andere Hand noch zum Tippen oder Maus navigieren verwenden konnte. Und genau das funktioniert jetzt wieder ganz hervorragend mit dem Air.

Und nein. Ich weiss nach wie vor, dass das Air seine Schwächen hat. Die Anschlüsse. Der eingelötete Akku. Der nicht erweiterbare Speicher. Und ganz vielleicht kommt mir das in zwei Jahren auch ganz bitter hoch. Aber jetzt gerade stört mich das nicht die Bohne. Ich freue mich jetzt erstmal über diese wunderschöne Hardware.

Wer sich noch weiter bekehren lassen möchte – jog als Apple Enthusiastic Evangelist I

2 Kommentare

  1. „Nein, mein lieber eee, auch wenn ich grad interessiert diesen Beitrag lese, ich hab dich immer noch lieb, du bleibst mein ein und alles… können diese augen lügen???“

  2. Hmmm, ich bin gerade am überlegen, ob du jetzt dein Blog in „MacbookAir“-Blog umnennen müsstest, klingt aber nicht annäherd so gut.

    Im übrigen war damals dein Blog einer der Gründe für meinen Kauf meines 12Zoll Powerbooks. Ich habe es aber nicht so lange ausgehalten wie du und mir schon vorher ein Macbook Pro gekauft, dafür weiss ich es aber in guten Händen.

    Viel Spass mit deinem Neuen.

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