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Zeit für DIE ZEIT

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Vor einem langen Weilchen habe ich DIE ZEIT abonniert. Die Finanzministerin zeigte sich, nicht zuletzt ob ihres Amtes, ansatzweise verstimmt. „Die liest Du doch eh nicht! Wann willst Du das denn tun?“ Und natürlich hat sie Recht behalten. Allzuoft in den letzte Monaten habe ich am Donnerstag die gefaltete Zeit aus dem Briefkasten genommen und gegen das immer noch ebenso ordentlich gefaltete Exemplar der Vorwoche ersetzt. An eine Kündigung meines Abonnements denke ich aber nicht.

Aus drei Gründen: Der Erste ist wohl eher romantischer Natur. Sollte DIE ZEIT mal aus welchen Gründen auch immer dem Untergang geweiht sein, dann möchte ich mir nicht vorwerfen lassen, ich wäre daran beteiligt gewesen. Der zweite Grund ist eher internetsozial zu verstehen. Ich lese oft und gerne die kostenlosen Inhalte der Online-Ausgabe. Da ist es doch nur recht und fair, mir DIE ZEIT im Abo zu bestellen. Und den dritten Grund lebe ich jetzt gerade aus. Urlaubszeit heisst für mich auch Zeit für DIE ZEIT. Und während ich all die Artikel lese, ärgere ich mich schon, dass ich mir nicht im Alltag mehr Zeit für DIE ZEIT nehme.

Als selbsternannter Bürgerjournalist, der mittlerweile von seinem Schaffen leben will (und auch ansatzweise kann), sowie Netzjunkie der ersten Stunden, der es gewohnt ist, Nachrichten zu scannen und sich aus Informationshäppchen das essenziell Wichtige zu ziehen ist es wirklich wie Urlaub einen Artikel nach dem anderen in der Zeit zu lesen. Mit nötiger Ruhe und entsprechenden Reflektionsphasen.

2 Kommentare

  1. Genau so geht es mir auch immer wieder mit der ZEIT. Jedes Abo endete aber mit der gleichen bitteren Erkenntnis, dass sich nach einigen Wochen Stapel schön bedruckter Seiten ungelesen bei mir in der Wohnung sammelten.

    Momentan komme ich meinem nostalgischen durch Einzelkäufe der digitalen Ausgabe nach. Für den Urlaub in der Sonne leider aber kein wirklicher Ersatz.

  2. Und dann ist da noch die Haptik des Papiers. Ich lese einfach gerne im Garten auf der Liege meine Zeitung.

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