In der ZEIT ONLINE war jüngst zu lesen: Google Analytics: Datenschützer wollen Einsatz von Analytics verhindern. Schon bei der Überschrift kommt mir die Galle hoch. Wirklich. Ich meine selbstredend ist Google eine ganz böse Datenkrake. Ohne Frage. Ich nutze Google Analytics. Auf so ziemlich allen Seiten, die ich betreue oder die mir gehören.
Wenn ich die Datenschützer jetzt richtig verstanden habe, was ja mit meinen beschränkten Möglichkeiten durchaus möglich ist, dann geht es jetzt noch nicht einmal darum, dass etwas Böses passiert, sondern nur, dass etwas Böses passieren könnte. Nämlich, dass Google die gesammelten Daten zusammen fügt und Profile erstellt.
Ok, habe ich verstanden. Wenn es kommt, dann wäre das böse. Aber noch ist es aber nicht so weit. Aber jetzt schon mal eine dicke Welle machen? Aletrnativ dazu müsste doch dann auch das Amazon-Affiliate-Programm verboten werden, oder sehe ich das falsch? Amazon trackt doch auch das Einblenden der Werbung und speichert da aber ganz bestimmt auch die IP-Adresse. Und wenn sich der Nutzer dann auch noch am gleichen Tag bei Amazon anmeldet, dann ist das doch auch prima zuzuordnen, oder?
Sich jetzt hinzustellen und mit dem drohenden Finger zu wedeln und auf Google zu zeigen finde ich schon etwas scheinheilig und es sieht meiner Meinung auch eher nach blindem Aktionismus aus. Und es ärgert mich auch. Weil ich als Benutzer des Produktes schon ein Interesse daran habe zu sehen, wo die Besucher meiner Webseite denn nun herkommen. Insbesondere bei den Seiten, wo es mir wichtig ist zwischen den unterschiedlichen Herkunftsländern zu unterscheiden. Mir sind diese ganzen IPs nämlich ziemlich egal.
Und ja. Selbstverständlich wäre es schön, wenn Google sich bereit erklären würde, die letzte Stelle einer IP einfach nicht zu speichern. Wäre toll. Naja. Ich brauche bald mal ein digitales Speibecken.
Ganz hübsch hingegen die Lösungsansätze bei econtrolling.de: Google Analytics – das Problem mit der IP-Adresse – Teil 1, Teil 2 und Teil 3. Einmal ein Ansatz, IP-Adressen über den Tracking-Code zu anonymisieren, im dritten Teil dann ein Ansatz einen Proxyserver zu nutzen. Bei beiden Ansätzen verliert man aber dann auch die Möglichkeit den Besucher zu verorten. Das mag ja bei vielen eher egal sein, ich habe aber so einige Fälle, da ist es mit extrem wichtig.
11. Dezember 2009 um 14:19 Uhr
Der Lösungsansatz mit dem Proxyserver schießt Geozuordnungen ab, bei Ansatz 2 ginge ja immerhin Länderebene. Diesem Herunterbrechen auf Städte und Co traue ich eh nur bedingt (ich sitz grad in Köln, der Lookup sagt mir Stuttgart).