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Minus 10 Kilo in 10 Wochen

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Nachdem ich bei der #Boff3-Aktion von MCWinkel so grossartig versagt habe, hatte ich jüngst in einer Hotelbar folgendes Gespräch:

Er: Jog, wie läuft alles.
Ich: Ach, ich will nicht immer jammern, eigentlich alles prima. Bis auf …
Er: Ja?
Ich: Ach, diese ollen Hotelspiegel. Kaum betrittst Du das Bad siehst Du Dich in dem fiesesten Licht und in voller Größe. Dann drehst Du Dich weg, weil Du das Elend nicht ertragen kannst und guckst in den nächsten Spiegel. Ich habe mittlerweile kein leichtes Übergewicht mehr, ich bin zu fett!
Er: Dann melde Dich doch in einem Studio an. Gehste schön pumpen.
Ich: Nene, ich bin kein Studio-Typ, ich muss wieder ans Laufen kommen, das würde schon reichen.
Er: Und dafür fehlt Dir die Zeit?
Ich: Nein, Zeit zum Laufen ist eigentlich immer, mir fehlt die Motivation. Ich sass so oft in den letzten Wochen um 5:15 Uhr auf dem Sofa, habe aus dem Fenster geguckt und mir gesagt „Morgen, gehste dann mal laufen“. Mir fehlt eindeutig die Motivation.
Er: Na, da kann ich helfen!

5 Minuten später haben wir einen Schweine-Deal mit Handschlag besiegelt. Schaffe ich es, in 10 Wochen 10 Kilo abzunehmen, bekomme ich etwas cooles, schaffe ich es hingegen nicht, entgeht mir etwas noch viel cooleres. Dieses Gespräch fand vor 2.5 Wochen statt. Und seitdem laufe ich. Das ist bislang der einfache Teil. Im Gegensatz zu meinen letzten Ansätzen habe ich einen anderen Weg gewählt. Bislang hatte ich immer versucht, erstmal 2-3 Wochen nur 4-5 km zu laufen und dies dann wochenweise langsam zu steigern. Was irgendwie nie so richtig funktioniert hat. Dieses Mal habe ich in der ersten Woche mit 4.5 km angefangen und habe mich jeden Tag gesteigert. Am Ende der ersten Woche bin ich 6.8 Kilometer gelaufen, insgesamt 32.7 km. In der zweiten Woche bin ich dann drei Mal gelaufen, davon die letzten beiden Male über 10 km. Und dies habe ich heute in der dritten Woche dann auch getan. Ich bin heute früh wieder 10 Kilometer gelaufen.

Nein, ich möchte dies niemanden empfehlen. Schon gar niemanden, der noch nie gelaufen ist. Für mich scheint es aber im Moment prima zu funktionieren. Vor allem, weil ich langsam laufe. Und ja, die anderen Läufer überholen mich. ALLE! Und ja, das tut dem Ego weh, aber damit kann ich leben.

Der schwierige Teil ist die Umstellung der Ernährung. Die Finanzministerin bekocht uns fantastisch und vor allem fantastisch gesund und fettarm. Das ist toll. Weniger toll ist meine Angewohnheit, mir dann Stunden nach dem Abendessen noch allerlei anderes in den Mund zu stopfen. Und eben das versuche ich jetzt zu unterbinden – und wenn, dann wenigstens Gemüse oder Flachkräcker (Ja! Es gibt sie immer noch und sie haben schon einmal für mich funktioniert!) zu essen. Zudem trinke ich meinen Kaffee nicht mehr mit Zucker. Das macht vielleicht nicht so viel aus, aber ein gehäufter Löffel Zucker weniger pro Tasse bei meinem Konsum ist schon nicht verkehrt.

Am 23. April habe ich angefangen – am 2. Juli müssen die 10 Kilo runter sein. Ich bin auf einem guten Weg, mein Startgewicht am 23. April lag bei 96.2 kg. Heute hat die Waage als Momentaufnahme 93.2 kg angezeigt. So wenig hat sie seit zwei Jahren schon nicht mehr angezeigt. Ich freue mich.

3 Kommentare

  1. Die Flachkräcker lass mal abends besser weg. Genauso wie die Besuche in der Hotelbar.
    Mittags ordentlich was auf den Teller und dann nix mehr, außer ein bisschen Zeugs ohne Kohlenhydrate, also Salat, Käse und so.

  2. Blablabla. Alles egal, so lange das Kaloriendefizit passt. 😉

  3. Hey, super! Ich drücke die Daumen, dass die Motivation bleibt. Den eigenen Weg finden und dran bleiben, etwas anderes funktioniert bestimmt nicht….

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