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[blog]gedanken zum ultimaten Schwanzvergleich

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Eben in einem Draft vom 15.09.2008 gefunden. Damals hatte ich anscheinend noch ne Menge zu sagen. Aber wohl auch nicht genug Zeit, um das, was ich sagen wollte, weiter zu schreiben. Ich finde den Einstieg aber ganz gelungen, so dass ich diese Rohversion jetzt einfach mal poste.

Wenn man sich mal so überlegt, wie man Schwänze am besten vergleichen kann, dann wird schnell klar – so einfach ist das gar nicht. Zum einen haben wir da harte Fakten, die man berücksichtigen kann. Länge, Durchmesser, Härtegrad. Das ist mal einfach. Da muss man nur messen. Aber immer vorausgesetzt, alle Probanten werden mit dem gleichen Verfahren und der gleichen Gründlichkeit gemessen. Soweit, ganz einfach. Es ist aber fraglich, ob es eben reicht, die harten Fakten zu einem Vergleich heranzuziehen. Ohne jetzt auf das so beliebte Technik ist alles. Auch beim Schwanz. zu konkret einzugehen, was bringt der tollste Schwanz, wenn der Restkörper absolut nichts taugt?

Wir sind ja nun mal Menschen. Und das gibt uns die Möglichkeit, Schwänze auch subjektiv zu bewerten. Und auch im Kontext mit anderen Faktoren. So kann man sicherlich versuchen, die Ästhetik des Schwanzes zu bewerten. Wie auch die Technik, mit der der Schwanz eingesetzt wird und vielleicht auch das Gesamtbild in das sich der Schwanz einfügt. Um diese weichen Faktoren zu bewerten, bedarf es dann jedoch einer Jury und selbst hier muss zu einem sinnvollen Vergleich sichergestellt werden, dass alle Probanten von der gleichen Jury bewertet werden, um ein einigermassen sinnvolles Ergebnis zu erhalten.

Dreht der jog gerade völlig am Rad? Hat er was eingeworfen? Nene, ich komme jetzt auf den Punkt.

Es gibt ja immer mal wieder Versuche, Blogs in ein Ranking zu pressen. Es gibt die deutschen blogcharts, die ledigleich auf die Anzahl der bei technorati erfassten Verlinkungen basiert. Wikio erstellt ein Blog-Ranking, von dem nur Wikio selbst weiss, worauf es basiert. Dienste, wie Bloggerei.de oder blogoscoop.net erstellen ein Ranking basierend auf Zugriffszahlen. Seitwert bezieht wiederum weitere Faktoren ins Ranking mit ein, wie die Verlinkung von social bookmarks, das Alter der verwendeten Domain oder auch die technischen Details der Seite. Aha, merke ich auf. Es gibt also schon allerhand Ansätze, die durchaus unterschiedliche Faktoren einbeziehen.

Das Problem bei den Blogs ( oder auch Webseiten generell ) ist wohl aber, dass sich zu viele der eigentlich harten Faktoren ziemlich beliebig manipulieren lassen. Mehr noch. Zu den meisten harten Faktoren gehört in der Regel noch eine weiche Komponente. Überlegen wir doch mal, was wir da an potentiellen harten Faktoren haben:

Besucher / Visitors: Die Besucher eines Blogs sind durchaus zählbar. Und sicherlich kann man auch nach bestimmten Massstäbden die Anzahl der eindeutigen Besucher feststellen – vorausgesetzt alle Blogs, die sich vergleichen lassen, werden von dem gleichen Werkzeug bewertet.

Aber sicherlich lässt sich dieser Wert mit einfachen Mitteln manipulieren. Im kleinen Rahmen, in dem ich alle 10 Sekunden meine DSL-Verbindung kappe und die Seite neu aufrufe – im grossen Stil, in dem ich mich eines Botnetzwerks bediene. Das mag sich vielleicht nach mit Kanonen auf Spatzen schiessen anhören, aber da ja immer mehr Blogger dem süssen Geruch der Werbeeinnahmen folgen und deren Höhe nicht unwesentich von den Besucherzahlen oder Seitenaufrufen abhängen, kann dies in naher Zukunft vielleicht schon eine Art Dienstleistung sein, die man auch als Blogger mal eben einkauft.

Und dann gibt es da noch mindestens einen weichen Faktor. Nämlich die Qualität der Besucher. Ist ein Besucher, der ein Bog direkt aufruft mehr wert als eine Person, die Google auf das Blog spült. Wie wertet man Besucher, die von anderen Blogs auf das eigene gelangen? Muss man da überhaupt eine Wertigkeit festlegen?

Und noch eine Kleinigkeit – muss man unterscheiden zwischen Blogs, die einen Fullfeed anbieten und solchen, die nur einen Anriss über RSS veröffentlichen? Denn sicher, eine gewisse Akzeptanz vorausgesetzt, werden Blogs, die den Nutzer dazu bitten, den kompletten Beitrag auf der Webseite selbst und nicht im Feedreader zu lesen mehr Besucher haben.

Seitenaufrufe / page impressions (PI)

Ein Kommentar

  1. Du meinst also, man muss zusätzlich das Verhältnis zwischen erigierter/nicht erigierter Länge berücksichtigen? 😉

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