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Tod 2.0

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Vor ein paar Tagen ist ein Mann gestorben, den ich vor über 20 Jahren das letzte Mal gesehen habe. Ich kann mich aber noch gut daran erinnern, wie ich ihn das erste Mal gesehen habe. Ich war gerade in Kentucky angekommen und hatte festgestellt, dass diese beiden unglaublichen hübschen – und seltsamer Weise auch genauso unglaublich netten – Mädchen aus der Highschool 700 Meter die Strasse herunter wohnten. Ihr Vater, der Mann von dem ich hier schreibe, öffnete mir die Tür seines Hauses und sagte in etwa „Der Kulturschock für Dich muss enorm sein! Wenn Du Dich mal erholen willst, unser Haus steht Dir immer offen.“ Ich hatte einen Kulturschock und dass ich dieses Haus immer mal wieder aufgesucht habe, lag nicht nur an den beiden Mädchen.

Ich kann nicht von mir behaupten, dass ich ihn gut gekannt habe. Ich kann nicht mal sagen, dass wir uns oft unterhalten haben. Aber nur für diese Worte habe ich ihn sehr gemocht. Letztes Jahr hat er sich bei Facebook angemeldet. Und wir hatten einen herzlichen Austausch, was ich sehr schön und erfrischend fand.

Jetzt ist er gestorben. Das allein hat mich zutiefst berührt. Auf seinem Facebook-Profil verabschieden sich jetzt Freunde, Weggefährten und Kollegen. Und es berührt mich umso mehr, dass dieser Mann so viele Leute inspiriert und berührt hat. Und facebook ist zum ersten Mal seit ich es nutze nicht nur oberflächlich und überflüssig, sondern emotional und bewegend.

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