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Der Tag an dem das Internet zurückkam

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Tag 3 ohne Telefon, Fax und Internet. Das hat dann auch mal gereicht. Also die Entzugserscheinungen sind dann gross genug gewesen, um mal auf den Putz zu hausen.

Schritt 1: Ich habe unseren Vertriebsheini angerufen und mir die Nummer und den Namen von seinem Vorgesetzten geben lassen. Ich habe versucht, ruhig zu bleiben. Als er dann ansetzen wollte, es wäre doch schon fast alles ok, war es dann aber schon fast dahin mit der Ruhe.

Schritt 2: Ich habe den Vorgesetzten angerufen und ihm mitgeteilt, dass er jetzt mal ganz zügig aus dem Quark kommen soll.

Schritt 3: Ich habe parallel ein Fax an den Vorstand des Telefonanbieters aufgesetzt und vom Chef unterschreiben lassen, dass wir jetzt unseren Anschluss haben müssen. Das Schreiben war freundlich aber unverschämt knackig formuliert.

Schritt 4: Ich habe den Vorgesetzten und auch seine Mailbox stündlich angerufen.

Das hat aber alles leider auch nur bedingt geholfen und wir hätten diese Schritte schon an Tag 1, spätestens aber Tag 2 einleiten sollen. Der Vorgesetzte hatte mir im Laufe der Gespräche zugesichert, dass wir gegen 16.30 wieder erreichbar wären. Um 16.30 habe ich ihn dann angerufen, und mir den Namen und die Telefonnummer seines Vorgesetzten geben lassen. Während dieses Gesprächs versicherte er mir, dass ein Techniker in diesem Moment im Schaltraum Herford stehen würde und uns die Kabel aufschalten würde. Also habe ich mich erweichen lassen und seinen Chef nicht angerufen. Das war ein Fehler. Dieser Techniker hatte nämlich um 17 Uhr Feierabend und ist dann nicht mehr zu uns ins Büro gekommen. Argh! Daraufhin hat der Scherge dann rot gesehen und den Vorgesetzten angerufen. Um 18.30 Uhr stand dann ein anderer Techniker auf der Matte und hat unseren Anschluss aktiviert.

Gut. Jetzt haben wir wieder Netz, alles andere interessiert mich weniger und ist auch Chefsache.

Nur als Tipp für Euch da draussen. Kündigt niemals – NIEMALS – selbstständig Euren Anschluss und bemüht Euch dann erst Wochen später um einen neuen Anschluss bei einem anderen Anbieter. Das Potential, dass das gewaltig in die Hose geht, ist nicht gerade gering. Ich will auch gar nicht auf dem Telefonanbieter rumhacken, da sind wohl mehrere Sachen nebeneinander zusammen schief gelaufen. Das kann mal passieren.

Was nicht passieren sollte, ist allerdings, dass einem die eine Hand nicht sagen kann, was die andere tut. Und es kann auch nicht sein, dass man von 90% der Ansprechpartner trotz Versicherung nicht zurückgerufen werden soll. Ich wünsche noch nicht mal diesem dämlichen Vertriebsmitarbeiter, dass er eine Kündigung erhält, aber ich fände es mehr als angemessen, wenn sie seinen Firmen-Mercedes durch einen Golf oder Fox ersetzen würde. Als Lehrgeld.

2 Kommentare

  1. aaalso, ich kann ja verstehen, dass fehlende it-leitungen in einen it-laden nicht so dolle das arbeiten erleichtern, aber euch wurden keine hände abgehackt, euch wurde nicht eine woche lang das essen entzogen und euch hat man auch nicht die wohnungen weggenommen. bei solchen »problemen« einfach ab und zu mal durchatmen und an die verhältnismäßigkeit denken. die erde dreht sich auch weiterhin …

    • Nene, werter Achim. Wir sind KEIN IT-Laden. Wir sind eine Handelsgesellschaft. Mit einer Klientel, die per Telefon und Fax bestellt. Drei Tage kein Telefon und Fax heisst drei Tage nur Auftragseingang per Email und das macht mal gerade 20% bei uns aus. Dazu – überleg mal, Du möchtest in der heutigen Zeit etwas bestellen und drei Tage hintereinander kannst Du einen Händler nicht erreichen – der wird wohl Pleite sein – Wirtschaftskrise eben.

      Ich finde das nicht wirklich witzig.

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