Wir Männer haben es ja schon nicht einfach. Also sowieso und ganz generell gesehen, wohl aber im Besonderen auch, wenn es um sexuelle Dysfunktionen geht. Unsere Postfächer empfangen täglich mehrere Mail, in denen uns kleine blaue oder rosa Pillen angeboten werden, die da versprechen unsere Libido ungemein zu steigern. Und während man heuer eher technisch dem Minimalismus frönt, ist auf unseren Penis bezogen eher Gigantismus angesagt. Sogenannte Penispumpe sollen nicht nur bei erektiler Dysfunktion Abhilfe schaffen, nein, bei regelmässiger Anwendung verspricht man uns sogar die dauerhafte Vergrösserung unseres Geschlechtsteils.
Und während wir uns bei eventuelle Beschwerden oder Dysfunktionen dann schnell in den Grenzbereich zum Schmuddeligen bewegen, haben es die Damen der Schöpfung doch ungleich angenehmer. Oder hat schon irgendjemand seltsam anmutende Werbung für eine Vaginalverengung erhalten?
Vaginalverengung? Hm? Ja. Vaginalverengung (PDF). Durch den natürlichen Alterungsprozess und oder auch durch Geburten kann es zu Veränderungen des weiblichen Uterus kommen. Und dies kann natürlich zur Folge haben, dass das sexuelles Empfinden und somit auch ein erfülltes Sexualleben sehr eingeschränkt wird.
Während dem Mann mit einem zu kleinen Penis kaum geholfen werden kann, haben Frauen deren Vagina überdehnt wurden, die Möglichkeit sich ihr Geschlecht verjüngen zu lassen. Je nach Grad der Überdehnung gibt es zwei unterschiedliche Möglichkeiten mittels eines chirogischen Eingriffs Abhilfe zu schaffen.
Bei der Scheidenverjüngung durch Gewebestraffung (ab 3.600 Euro) wird überdehntes und überflüssiges Gewebe des Scheidenkanals entfernt (Video-Animation). Dieses Verfahren verlangt einen stationären Aufenthalt, die Operation selbst dauert 90-120 Minuten. Bei der Scheidenverjüngung durch Eigenfett (ab 2.500 Euro) wird der Scheidenkanal durch körpereigenes Fettgewebe unterfüttert (Video-Animation). Der Eingriff, der ambulant durchgeführt werden kann, dauert 60-90 Minuten. Es sind keine Narbenbildungen zu befürchten. Na einem Eingriff sollten keine nennenswerten Schmerzen auftreten, die behandelte Frau muss allerdings sechs Wochen auf Vagialverkehr verzichten.
Eingriffe dieser Art werden in Deutschland u.a. von Sensualmedics durchgeführt, einem europäische Kompetenzzentrum für plastische und wiederherstellende Chirurgie im weiblichen Schambereich. Bei Sensualmedics arbeitet ein Team aus plastischen Chirurgen, Gynäkologen und Urologen, die auf viele Jahre Berufserfahrung zurückblicken können.
Befremdlich ist jedoch, dass eine solche Behandlung in der Regel nicht von den Krankenkassen getragen wird, die einem Mann mit erektiler Dysfunktion hingegen eine Behandlung mit einer Penispumpe bezahlen.
15. Februar 2009 um 16:08 Uhr
So sieht’s also aus, wenn man für Geld bloggt
15. Februar 2009 um 18:49 Uhr
@jog gibts Probleme?
Muhaha, @David der war gut.
15. Februar 2009 um 21:53 Uhr
Du machts auch alles
Respekt.
15. Februar 2009 um 22:24 Uhr
Nennt mich konservativ, aber die mittlerweile alltägliche Suggestion, man könne sich Leib und Leben im wahrsten Sinne des Wortes zurechtschnippeln, finde ich mitunter widerlich.
16. Februar 2009 um 07:03 Uhr
Heee Leute, rafft ihr das nicht? Das war die einzige Chance, bei einem Trigami-Artikel auch mal Kommentare zu bekommen.
Sehr schön auch, was man jetzt in der ebay-Werbung rechts neben der Kommentarbox angeboten bekommt. *hrhrhr*
16. Februar 2009 um 14:42 Uhr
So, jetzt habe ich powerbook.blogger aus meinem Feed entfernt. Hoffe, es machen noch viele andere.
16. Februar 2009 um 15:23 Uhr
Und selbst bei so einem Artikel schaffst Du es, dass ich innerlich jauchze:
Du alter Schrankfeminist, Du!
Und weil Du ja ein Lesbenforum leitest: Vaginal Rejuvenation war auch mal bei The L Word Thema. Wieder was gelernt.
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16. Februar 2009 um 15:30 Uhr
ich glaube, hp hat nen ganz kleinen… pffffffffffff
16. Februar 2009 um 17:33 Uhr
Also ich habe mir ein paar von den Beschreibungen auf der Seite durchgelesen — ganz interessant, so vom technischen Standpunkt. Trigami muss ich zwar nicht haben, aber wenn es Dir Spass macht…
16. Februar 2009 um 19:34 Uhr
Öhm? Männlicher Nichtmediziner? Irgendwie bin ich gerade irritiert…
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