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Bielefeld: Utimo vs. IBZ und indymedia

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Wir in Bielefeld. Ja, auch wir haben Probleme und Zeugs. Jetzt arbeiten die doch tatsächlich hier mal an einem lustigen kleinen Skandal. Sehr unterhaltsam.

Man nehme den Geschäftsführers Thomas Friedrich der ULTIMO, Bielefelds Stadtillustrierte ( aus meiner Wahrnehmung eine kleines buntes Magazin mit ziemlich viel Werbung und Inhalten für Studenten ) und ein paar namenlose Gestalten aus dem Umfeld der Organisation Indymedia. Ja, das reicht schon.

Zwischen den beiden Parteien soll man sich wohl schriftlich ausgetauscht haben, wobei das erst genannter Protagonist in diversen Kommentaren bestreitet. Der Blogger-Kollege Rouven, nur mal als vermutlich völlig irrelevante Information beigepackt – seines Zeichens auf der Gehaltsliste eines nahezu monopolistischen Zeitungsverlags in Bielefeld, hat in seiner Funktion als Bielefelder Blogboy ( Nein, hier bitte ganz klar, ich bin KEIN Bielefelder Blogboy. Ich bin nicht mal ein Boy und schon gar kein Bielefelder. Was jetzt nicht heissen soll, dass es etwas schlimmes ist ein solcher zu sein. Also weder noch udn überhaupt. Heissa. Verdammt. ) recherchiert und daraus resultierend den Artikel Der ironische Ultimo-Neger veröffentlicht. Dabei geht es noch darum, dass Leute vom Internationalen Begegnungszentrum Bielefeld die Ultimo tadeln und die Antwort seitens der ULTIMO wenig konstruktiv ausfällt. Nennen wir vorstehendes mal Erster Akt.

Im zweiten Akt indes wird es dann noch wesentlich unterhaltsamer. Zumindest wohl, wenn man die ganze Geschichte erst einmal mit ein wenig Abstand auf sich wirken lässt. Nun will nämlich die indymedia ( der Server ist gerade überlastet, wohl wegen etwas anderem ) mit dem Geschäftsführers Thomas Friedrich in Kontakt getreten sein und eben dieser soll sich dabei ungeheuerlich ausgedrückt haben, was er wiederum vehement bestreitet. Dies hat dann wiederum der Blogboy Mischa in seinem Beitrag Ohne Worte versucht zusammen zu fassen. Dann aber wieder nach Kontakt mit Herrn Friedrich noch mal ergänzt und oder umgeschrieben.

Was mir jetzt ja ungemein fehlt ist der dritte Akt. Was ist denn nun geworden? Sollte Herr Friedrich sich denn wirklich so ungeheuerlich ausgedrückt haben, warum belässt man es denn bitte seitens indymedia dabei, sowas nur ins Netz zu schreiben und nicht über die entsprechenden Stellen dafür zu sorgen, dass dem Herrn seine Schreiblizenz entzogen wird.

Wenn hingegen da ein paar Leute bei indymedia einfach mal lustig ihre Fantasie haben sprühen lassen und so dem Herrn Friedrich wilde Zitate in den Mund gelegt haben, wieso bemüht sich eben dieser dann noch in Blogs seine Position richtig zu stellen und verweist nicht ganz locker darauf, dass er jetzt alles seinen Anwälten übergeben hat und zum passenden Zeitpunkt entsprechend informiert?

Ich bin ja gespannt, ob überhaupt und wenn ja wann und wie gross dann sich das ganze auflöst.

Mich hat dies jedenfalls noch mehr sensibilisiert, doppelt zu überlegen, eine einzelne Person in harter Form zu kritisieren. Nehmen wir mal an, Herr Friedrich ist wirklich unschuldig, vielleicht allenfalls ziemlich ungeschickt. Dann ist jetzt in diversen Blogs sein Name wirklich ziemlich durch den Dreck gezogen worden.

5 Kommentare

  1. so weit ich weiß, ist Indymedia kein traditionelles Medium wie eine Tageszeitung, sondern eine Onlineplattform für Journalismus „von unten“. Jeder kann anonym oder mit selbstgewähltem Namen Meldungen in den „openposting“ Bereich einstellen.
    Es gibt sich somit auch niemand als Journalist/in von indymedia aus, denke ich. Die Unbekannten nannten sich „AK Buntes Bielefeld“

  2. Muss ich das verstehen ?

  3. ich kann nicht auf allen verleuimdenden foren gleichzeitig sein, daher hier der gewünschte dritte akt: nachdem wir 3 tage lang versucht haben, zu indymedia einen kontakt herzustellen, haben wir gestern strafanzeig gestellt. wegen des hitler-grusses geht es dabei auch um die vortäuschung einer straftat und es könnte für indymedia recht übel ausgehen. wir haben uns bis dahin aus all dem netz-gezeter herausgehalten, aber diese auf indymedia verbreiteten lügen gegen entschieden zu weit.

  4. es wird immer unerträglicher. merkt denn hier niemand welche hexenjagd hier betrieben wird?

    wie kann es sich eine institution wie das ibz, gefördert durch mittel seitens der stadt, und grade noch mit einem hochdotiertem preis seitens einer spd stiftung geehrt, erlauben, ultimoredakteure als rassisten zu bezeichnen, weil sie das wort neger benutzt haben? die spd ist mit an der regierung und ist beteiligt an der abschiebung unzähliger menschen in eine verdammt ungewisse zukunft! wer paktiert hier mit wem und erlaubt sich ein urteil über andere?

    verzeihung, aber der spd den … hinhalten und gegenüber der ultimo austeilen? in einer seltsamen koalition mit ajz und eulenspiegel. da haben sich ja welche getroffen.

    hört endlich auf, euch an dieser menschenjagd zu beteiligen.

    mina

  5. wertes mina,

    ich finde es ja rührend, welche Mühe Du Dir gegeben hast, Deinen Standpunkt zu verdeutlichen. Hättest Du Dir die gleiche Mühe beim Lesen meiner Zeilen gemacht, hättest Du vielleicht festgestellt, dass ich keinesfalls hetze, sondern vielmehr die Beiträge meiner Bloggerkollegen in Frage stelle. Sofern das nicht schon im Beitrag zwischen den Zeilen zu erkennen ist, so steht das zumindest ziemlich explizit in dem letzten Absatz.

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