Tag 38: Als ich heute früh „Finale“ summend die Treppe herunter gehüpft bin, haben mich meine Laufschuhe, auf der Treppe liegend, angesprochen. Wie was wo? Glaubt ihr nicht? Ihr meint, ich erzähle Märchen. Nun gut – vielleicht waren es nicht wirklich die Schuhe, die gesprochen haben, sondern mein schlechtes Gewissen. Jedenfalls hatte ich das folgenden Dialog oder Monolog – wie auch immer: Wo wilst Du hin? – Finale … o-ho … Fi. Huch? Auf Sofa! – Wir müssen heute Laufen. – Jaja. Theorethisch schon, aber wir haben gestern gewonnen und haben etwas gefeiert. Da gibt es einen Tag lauffrei umsonst. – Wir? – Öh. Naja. Die Jungs halt, aber ich habe ihnen die Daumen gedrückt! – Und deswegen willst Du nicht laufen? Kommt Dir das nicht selbst lachhaft vor – Gnnnnn.
Schlechter Einstieg für den Lauftag. Ich bin auch erst um 6 Uhr losgekommen. Nach den ersten 5 km lag mein Puls das erste Mal bei 170 bpm. Und ich habe mich irgendwie dehydriert gefühlt. Nach 8 km war ich soweit, aufzugeben. Bloss hätte ich dann 3 km zurück gehen müssen – auch keine echte und verlockende Alternative. Und sicherlich, ich hätte kleinere Runden laufen können. Aber das ist auch Kappes. Dann hast Du eh schon einen schlechten Lauftag und schaffst noch nicht einmal Deine Strecke. Vor allem – meinen Beinen ging es prima und auch an der Atmung lag es nicht. War irgendwie wohl eine Kopfgeschichte.
Meine schicke Pulsuhr hat alles akkurat aufgezeichnet – die Wegstrecke von 12.54 km und die dafür benötigte Zeit von 1:12:46 Minuten sowie die daraus resultierende Durchschnittsgeschwindigkeit von 5:48 Minuten pro Kilometer. Mein Puls lag durchschnittlich bei 161 bpm mit einem Peak von 171.
So kann es ruhig weitergehen.