Ich bin ja einer dieser seelenlosen Blogger, die sich an Trigami verkauft haben. Lief auch letztes jahr ganz prächtig, dieses Jahr gar nicht mehr. Muss ja auch nicht, ist schon ok. Aber dennoch möchte ich gerade in der Sache mal ein wenig meine langweiligen Gedanken zum besten geben. Vor einem Weilchen hatte ich mich mal gefragt, warum ich denn wohl keine Aufträge mehr bekomme.
Mal davon abgesehen, dass ich völlig teuer bin – aber hey, wer verkauft sich schon gerne billig, habe ich gesehen, dass ich beim Trigami-Bewertungsindex gerade mal 2 von 5 Sternen habe. Das kann ja so nicht sein, weil ich doch immer hach so nett und informativ schreibe – dachte ich.
Nach einer wirklich freundlichen E-Mail-Korrespondenz mit einem der Trigami-Mitarbeiter bin ich aber eine Ecke schlauer: Der Kunde hat 2 Arbeits-Tage Zeit den Beitrag zu bewerten. Tut er das nicht, bewertet Trigami den Beitrag. D.h. die Bewertung stammt nie alleine vom Kunden. Insb. hat Trigami was die Bewertung angeht den längeren Hebel. Wir haben das System so gestalten, dass a) Vier-Augen-Prinzip, b) der Kunde zuerst die Möglichkeit hat den Beitrag zu sehen/bewerten und c) wir die Bewertungen von Kunden regulieren können. D.h. Es gibt Kunden die Bewerten grundsätzlich nur mit Mittel und wir hatten am Anfang etwas Angst, dass das Problem der Retourkutsche per Bewertung wie es Ebay zu schaffen gemacht hat, eintreten könnte.
Das heisst also, dass wie in nebenstehender Grafik gezeigt, zwei meiner Beiträge so unterirdisch waren, dass ich dafür kein Sternchen bekommen habe. Denn Korrekt. In beiden Fällen ist die Aggregation der Bewertung (7 Einzelkriterien) in der Summa Null Sterne. In beiden Fällen liegt sowohl eine Bewertung von Kunde als auch von dem Trigami QM Mitarbeiter vor. Ich war bislang zu faul die beiden Beiträge nochmal zu lesen, aber sooo schlecht fand ich mich gar nicht … korrigiere … so schlecht kann ich gar nicht sein, oder?
Also bekomme ich keine Aufträge mehr. Verstehe ich ja auch. Will viel Geld und leistet nix. Ok. Gegessen. Was mich dann aber schon etwas stutzig macht, die Ausschreibungen, die mir noch zukommen sind zum einen sehr rar gesät und zum anderen – wenn ich nur die letzten vier betrachte – auch ansatzweise fragwürdig.
Neulich habe ich eine Mitteilung bekommen, dass ich eine Ausschreibung bekommen habe. Die Ausschreibung war aber gar nicht irgendwas, mit dem man Geld verdienen konnte, sondern lediglich eine Produktinformation. Produktinformation? Richtig. Sowas nennt man auch einfach Werbung. Und Werbung die man auf digitalem Wege ungefragt bekommt, nennt man glaube ich Spam.
Die letzte Ausschreibung war dann eine Geschichte, bei der man 0 Euro verdienen konnte und eine Produkt im Wert von 8 Euro erhält. Aha. Naja. Das ist kein Geld, oder? 0 Euro? Zumindest wenn man betrachtet, dass ich sonst eher das 10fache bekommen soll pro Auftrag.
Ist auch nicht so wichtig. Ich finde es nur generell spannend, wie sich die Dinge so im Wandel der Zeit verändern. Und nur am Rande – von der Konkurrenz Hallimash habe ich bis dato ganze zwei Ausschreibungen erhalten ( und auch kein Zuschlag bekommen ). Im Grunde scheint das ganze Geschäftsmodell so auszulaufen – das zumindest mein Eindruck. Nicht mal der Don Alphonso wettert mehr – und wenn das kein Indiz ist …
28. Mai 2008 um 15:07 Uhr
Willst du nen kleinen Geheimtipp?
Mach einfach ein neues Blog auf!
Allerdings bin ich da grade mit 13 Euro und ein paar Zerquetschten arg billig. Immerhin einen Beitrag hab ich aber schon für meinen selbst angesetzen Unkostenbeitrag schreiben dürfen.
Den Sinn der “Produktinformation” habe ich allerdings nicht so recht verstanden. Wir sind wohl nicht die einzigen die das nervt.
28. Mai 2008 um 15:20 Uhr
Für 13 Euro würde ich mir nichtmal die Auftragsbeschreibung durchlesen. Und das soll nicht arrogant klingen.
28. Mai 2008 um 17:25 Uhr
Hm, als Leser muss ich sagen, finde ich das gar nicht schlecht. Wenn ich sehe, dass ein Beitrag bezahlt wurde, überlese ich ihn sowieso grundsätzlich. Prinzipien und so
29. Mai 2008 um 09:45 Uhr
Also ich find das Prinzip Trigami gar nicht sooo schlecht. Die Bezahlung stimmt, die dafür erbrachte Leistung auch.
Nur die Ausschreibungen, die da seit ca. 1 Jahr ankommen sind “Website vorstellen”, die von dir erwähnte “Produktvorstellung” ohne ein Produkt und eben nur Werbung für unerwähnenswerte Produkte.
Schade, aber da mach ich nicht mit. Sollte mal wieder ein Produkt kommen, dann werd ich auch wieder zum Seelenhandel übergehen.
29. Mai 2008 um 20:15 Uhr
Ich habe deine Rezensionen jetzt alle gelesen und ich muss sagen: Noch nie waren Trigami-Reviews für mich als Leser so unterhaltsam
Allerdings ist es absolut verständlich, dass kein Unternehmen für ein Review mit unterschwelligem Sarkasmus und Nofollow-Links bezahlen will. Ganz egal, was da offiziell gesagt wird. Als Nicht-Trigami-Schreiber würde mich jetzt aber interessieren, was denn die 7 Einzelkriterien sind?