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Geschäftsidee: Polnische Verwandten Vermittlung

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Als ich neulich so auf dem Sofa sass, da überkam mich wieder eine dieser unglaublich genialen Ideen. Um diese Euch zu erläutern muss ich aber etwas ausholen.

Vor ein paar Jahren als wir uns unser bescheidenes Eigenheim von der Bank haben kaufen lassen, da folgten auch eine Freundin der Finanzministerin und ihr Männchen dem Nesttrieb und erstanden ebenfalls ein vielleicht nicht ganz so bescheidenes Heim. Eines schönen Tages kam dann die Finanzministerin von einem Besuch nach Hause und erzählte mir, dass sie beiden polnische Verwandte hätten, die da bald kommen würden für ein paar Tage und die Renovierung der Hütte in grossen Schritten vorantreiben würden. Was habe ich gelacht. Polnische Verwandte… Ich habe ja auch schon mit ein paar Polen Brüderschaft getrunken. Sind das jetzt auch meine Verwandten?

Gut. Als ich da neulich so lustig am Schleppen war und viel Zeit zum Nachdenken hatte, da dachte ich mir. Mensch! Wenn ich doch bloss auch ein paar polnische Verwandte hätte. Also, ich würde ja nie auf die Idee kommen, einen polnischen Handwerker schwarz zu beschäftigen – im Traum nicht, das ist schliesslich illegal. Aber wenn ich einen polnischen Verwandten hätte, dann hätte ich auch so gar nichts dagegen, wenn er mir zur Hand gehen würde.

Ok. Und jetzt kommt die Geschäftsidee. Man frickelt sich mich den billigsten Mitteln ganz fix eine Web 2.0 Seite zusammen, in der man reverse-myhammer.de-mäßig Renovierungsaufträge einstellt. Parallel scannt man technorati immer ganz artig nach Heimwerker-Baustellen-Beiträgen. Diese Blogs stellt man dann eben anonym auf der Plattform ein. Polen dürfen sich jetzt einloggen und bekomme gegen eine kleine Vermittlungsgebühr die Adresse des jeweiligen Bauherren.

Dort können sie dann aufschlagen und sich als polnischer Verwandter vorstellen, der sich gegen einen gewisse Gefälligkeit ( vorzugsweise dem Zustecken von nicht registrierten Geldscheinen ) dem Bauvorhaben annehmen will. Rechtlich sollte ich eigentlich keine Probleme damit bekommen, denn ich vermittele ja nur Adressen und rufe auf keinen Fall zur Schwarzarbeit auf. Himmel, nein, das ist ja verboten!

Bezüglich der zweiten Ausbaustufe würde ich dann aber doch noch mal mit meinem Anwalt Rücksprache halten. In diesem Stadium würde ich bei Technorati nach „Urlaub“ suchen und diese Adressen dann ebenfalls auf der Plattform in einer Kategorien House-Sitting einstellen. So ein Eintrag könnte dann lauten: Blogger, männlich, alleinstehend, Sony-Beamer, PS3, iMac 22″, große DVD-Kollektion ist vom 13.03 bis 23.03 nicht zu Hause. Ok, kann schon sein, dass sich mein Kunde dem Blogger dann nicht persönlich vorstellt, aber das – ist dann ja nicht mein Problem.

Und wie immer gilt: Klaut mir nicht diese wunderbare Geschäftsidee. Ich muss nur sehen, dass ich damit vorankomme, denn die Konkurenz schläft nicht

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