Mit dem September ist ja nun auch das dritte Quartal abgeschlossen. Dann kann man ja mal wieder einen Blick auf die erzielten Werbeeinnahmen meines bescheidenen Blogs werfen.

Grundsätzlich schon erfreulich zu sehen, dass ich im dritten Quartal durchaus einen Anstieg der Einnahmen erzielen konnte. Die kommt aber eigentlich auch nur dadurch zu Stande, dass ich jetzt diese bezahlten Einträge für Trigami schreibe. Hingegen ist der Text Links Ads-Umsatz stetig zurückgegangen. Bei GoogleAdsense und Amazon.de gabs diesen Monat ein leichtes Hoch, ich bezweifle jedoch, dass sich das hält. Mit 350 Euro habe ich letzten Monat meinen absoluten Spitzenumsatz erreicht. Wenn ich in den jeweiligen Sparten alle Top-Werte zusammenrechne, dann komme ich auf 450 Euro – somit bin ich diesem Optimum in diesem Monat schon ziemlich nah gekommen. Allerdings glaube ich nicht, dass sich dieses Niveau auf Dauer halten wird.
Schauen wir doch mal konkreter:
Die Anzeigen von Text Links Ads sind mit 37% nach wie vor meine Haupteinnahme-Quelle. Allerdings schrumpft der Umsatz kontinuierlich. Das kann ich nicht wirklich einordnen. Vermute aber, dass die 70 US$, die man für eine Anzeige bei mir zahlen muss, den meisten Werbenden zu teuer ist, da dieser Preis ja noch aus der Zeit stammt, als mein bescheidenes Blog einen Google PR von 6 hatte. Derzeit sind von meinen 9 Anzeigenplätzen nur sechs genutzt. Das scheint aber kein allgemeines Phänomen zu sein, der Sven hat als Gegenbeispiel alle seine Plätze vertickert bekommen. Mal sehen, wie sich das weiterentwickelt. Zumindest für den kompletten Oktober sind diese sechs Plätze gebucht.
[ Meines Erachtens ist Text Links Ads die einfachste, eleganteste und schlichteste Möglichkeit sich mit seinem Blog ein kleinen Zubrot zu verdienen. ]
Mit Trigami hingegen habe ich ganz nett verdient. Auch wenn andere Blogger das anders sehen, ich finde, das ist recht bequem verdientes Geld. Allerdings glaube ich nicht, dass sich diese Umsatz-Struktur auf längere Zeit halten lässt. Zum einen schreiben da ja nun immer Leute, so dass die Werbetreibenden eine größere Auswahl haben, zum anderen möchte ich schon nur über Sachen schreiben, die mich wirklich interessieren. Auch ist es so, dass man sich für so einen bezahlten Beitrag bewerben muss. Da erwarten die Auftraggeber wohl schon in der Bewerbung, dass man sich mit dem zu beschreibenden Produkt auseinandersetzt. Ich schreibe da eher immer recht locker-lustige Bewerbungen, so dass meine Trefferquote sind wohl deutlich verschlechtern wird.
Mit Google-Adsense ist es ja so eine Sache. Ich habe da noch nie einen Zusammenhang zwischen den erzielten Umsätzen und dem Traffic meines Blogs oder der Frequenz und Inhalte meiner Beiträge gesehen. Bislang waren es immer so um die 50 Euro im Monat. Im September urplötzlich 75 Euro. Keine Ahnung warum. Kann ich aus meinen Zugriffszahlen auch nicht herauslesen. Ist aber auch egal. Ich tippe mal, dass ich im Oktober wieder bei 50 Euro bin.
Im August habe ich mit dem Partnerprogramm von Amazon.de ganze 3 Euro verdient. Im September 28 Euro. Der Septmeber-Umsatz war so nett, weil zwei Personen so freundlich waren, über einen Link von mir, diesen schicken Messerblock Voodoo rot zu bestellen. Das Produkt gibt es in einem Amazon-Partnershop und eben dort eine 3% höhere Verkaufsprovision als bei Amazon selbst. Wie auch immer. Wenn das also im Kuchen netter aussieht, dei Realität sieht so aus, dass ich mit Amazon in der Regel nicht wirklich etwas einnehme.
Das Programm von Affili.net kann ich eigentlich wieder von den Seiten schmeissen. Klar, wenn ich 8 Euro auf der Strasse finde, dann bücke ich mich auch und lass die nicht liegen. Trotzdem stehen diese 2% der Monatseinnahmen in keinem Verhältnis zu den eingeblendeten Anzeigen. Das werde ich mir noch ein paar Wochen ansehen und dann mal handeln.
Und noch ein paar generelle Worte zu meinen Einnahmen:
Ich habe im Januar 2004 angefangen zu bloggen, bin jetzt also schon ein Weilchen dabei. Ich habe in den ersten zwei Jahren sehr viele Beiträge verfasst – mehr als sieben Beiträge am Tag konstant war da keine Seltenheit. Zu keiner Zeit habe ich mir Gedanken gemacht, ob und wie man damit Geld verdienen kann. Als dann Google mit dem Adsense-Programm angefangen hat, habe ich einfach mal mitgespielt – zum Anfang übrigens sehr erfolglos.
Mein bescheidenes Blog hat derzeit um die 1.000 Besucher täglich – 80% davon kommen über Suchmaschinen. Laut Feedburner habe ich über 600 Abonnenten. Ich bezweifle, dass es möglich ist, mit einem Blog in unserem Lande wirklich gutes Geld zu verdienen. Wohl kann man aber mit etwas Glück, wenn man eh bloggt, sein Taschengeld aufbessern. Genau das ist es, was ich tue.
Ich bin mir bewusst, dass es Blogger gibt, die sowas als unehrenhaft betrachten. Ist mir aber auch ziemlich egal. Denke mir dann immer, dass ich es mir eben nicht leisten kann und will, das Geld auf der Strasse liegen zu lassen. Das Geld, was mir mein Blog gibt, ist mein Spielgeld. Davon darf ich dann ungeachtet der Einwände der Finanzministerin blödsinniges Spielzeug kaufen. Das ist schon eine feine Sache …
2. Oktober 2007 um 14:45 Uhr
tjo, sehr schade das…
2. Oktober 2007 um 14:54 Uhr
sehr schade was?
2. Oktober 2007 um 20:20 Uhr
Sehr schön! Glückwunsch zu deinen steigenden Einnahmen!
Ich finde es traurig, dass man sich heutzutage schon fast dafür entschuldigen muss, dass man mit seinem Weblog Geld verdient. Ich blogge schon seit 2001 und da war wahrlich jahrelang kein Gedanke daran zu verschwenden, mit dem Bloggen Geld zu verdienen. Ich habe erst Anfang 2006 damit angefangen, mit AdSense und Co. zu experimentieren. Und siehe da, ich bekomme Geld für etwas, dass ich so oder so tun würde. Warum sich also schämen?
Lediglich trigami hab ich vor Kurzem rausgehauen. Ich hab so viele Angebote bekommen, dass ich den Überblick verloren habe, keine Zeit um Bewerbungen zu schreiben, dann wochenlang auf eine Entscheidung zu warten und nun, naja trotz Kennzeichnung etwas anrüchig, so etwas im “Fließtext” des Blogs zu bringen. Aber noch lange kein Grund, einen Feed abzubestellen, wenn einer für trigami bloggt, aber ansonsten gute Inhalte bringt
2. Oktober 2007 um 23:04 Uhr
schade, weil unehrenhaft in manchen augen…
aber will man konsumieren, braucht man Geld
.-)
2. Oktober 2007 um 23:06 Uhr
Es ist doch geradezu außergewöhnlich, so detailliert über die (unehrenhaften) Einnahmen zu lesen. Ich find’s gut. Über die Werbung kann man sich stellenweise herrlich amüsieren, weil sie so unpassend passend ist.
Wo muss ich klicken, dass ich eine Provision bekomme?
3. Oktober 2007 um 09:18 Uhr
Nicht schlecht. Hätte nicht gedacht das man mit Bloggen besonders über Alltagsdinge doch so viel Geld verdienen kann. Selbst 200€ sind für eine Studenten viel und für alle anderen ein willkommenes Taschengeld. Find da nichts schlechtes dran und im Feedreader stört es mich auch nicht.
3. Oktober 2007 um 13:40 Uhr
jo, ok – unehrenhaft finde ich das nicht…er hat ja recht – vielleicht eine sache, mit der ich mich noch anfreunden muss…bräuchte ein neues objektiv…da hat die finanzministerin wiederum recht…kein himmel ohne hölle also ;o)
schöne, äh, einheit noch ;o)
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8. Oktober 2007 um 10:10 Uhr
Wow, das sind ja ziemlich faszinierende Zahlen. Vielleicht sollte ich auch mal mehr machen um das gleiche Geld zu verdienen. Aber ich glaub mir fehlen die guten Artikel.