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Kopflos

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Nach dem ich ja kurz nach dem Kauf meines Citroen CX Breaks feststellen musste, dass der doch reichlich Wasser säuft und meine Umwelt – vorzugsweise an Ampeln – in weisse Qualmwolken haucht, war klar, dass da etwas mit dem Zylinderkopf nicht stimmen konnte.

In der letzten Woche hat sich dann der Kühlwasserverbrauch auf einen Liter pro hundert Kilometer gesteigert. Definitiv Zeit zum Handeln. So bin ich gestern nacht nach Stade zu meinem Verkäufer gerauscht.

[Die Polizei fand das wohl so interessant, dass sie meinte, nachts um ein Uhr auf der A1 unbedingt ein Bildchen von mir schiessen zu müssen, ich bin mal gespannt, ich habe nämlich keine Ahnung, wie schnell man da sein durfte und wie schnell ich war. Möglichweise hatte ich auch viel Glück und ihr Interesse galt dem Bulli, den ich gerade überholen wollte.]

Ich habe dort auch zum ersten Mal in dem CX genächtigt, was bestens geklappt hat und ich lüge nicht, wenn ich sage, dass ich prima geschlafen habe. Die nächtliche Anreise hatte den Vorteil, dass wir gleich früh um halb acht mit der Demontage des Zylinderkopf beginnen konnten – und nicht erst abwarten mussten, bis sich der Motor abkühlt. Zudem soll man einen einen Kopfwechsel möglichst eh bei kaltem Motor vornehmen.

Innerhalb von 2 Stunden hatten wir alle Schläuche, Zuleitungen und Keilriehmen entfernt, sowie das verbliebene Kühlwasser abgelassen. Den Turbolader selbst konnten wir am Kopf belassen, weil der Ersatzkopf ebenfalls mit Turbolader bereitlag. Kipphebelwelle war auch schnell gelöst und die 17 Kopfschrauben ebenfalls. So dass der CX dann erstmal kopflos dastand:

Das Zusammenbauen (Kopfdichtung drauf, Kopf drauf, Kopf verschrauben, Stösselstange rein, Kipphebelwelle daruf, Ventile einstellen, Kopfdeckel drauf, Schläuche wieder anschliessen, Keilriehmen einhängen, Wasser einfüllen) lief auch völlig ohne Probleme ab und die abschliessende Probefahrt zeigte eine gesunde Motortemperatur und keine undichten Schläuche.

So konnte ich noch vor 15 Uhr den Rückweg nach Bielefeld antreten, bei dem ich dann aber sehr verhalten gefahren bin, um die Kopfdichtung nicht gleich überzustrapazieren.

Mal davon abgesehen, dass ich wirklich glücklich bin, dass ich jetzt nicht mehr jeden Morgen einen Liter Wasser nachschütten muss und meine Umwelt verqualme, der CX hat jetzt einen wesentlich besseren Durchzug. Klasse. Jetzt entsprechende die Fahrleistungen doch endlich dem, was ich mir erhofft hatte. Ein doch merklich verbessertes Fahrgefühl und -vergnügen.

Bleibt vielleicht noch festzuhalten, dass die alte Kopfdichtung noch gut aussah, also keine Schäden hatte und auch an der Kopf-Unterseite keine offensichtlichen Risse zu sehen waren. Allerdings sind am Kopf ja genug unsichtbare Stellen, wo so ein Riss entstehen kann. Und an den Ventilen und den Kolben hat man schon Wasserspuren gesehen.

Im Vergleich zum alten Kopf sieht der Neue auch wirklich neu aus. Jetzt bin ich erstmal happy und hoffe, dass ich möglichst lange von technischen Defekten verschont bleibe. Achja, und Spass hat die ganze Aktion auch gemacht!

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