neulich abend lag ich bequem auf dem Sofa und zappte durch das tumbe Fernsehprogramm. Auf einem der Privatsender erhaschte ich einen Blick auf ein vertrautes Bild aus früheren Tagen. Da putze eine gutgelaunte Dame und bekam auf ihrer blütenweisse Bluse nach und nach immer mehr Orden. Aha. Bei mir klickte es – der General – das Zaubermittel für die Hausfrau in den Achtzigern.
Nun gut, dachte ich. Anscheinend haben sie jetzt eine Sendung aufgesetzt mit den 100 blabla Werbespots der 80iger. Aber nein. Der Retro-Clip stoppte und eine ältere Dame betragt die Bidlfläche. Da ist mir dann klar geworden, dass es sich um eine neue Werbung handeln musste.
Um Euch mal zu zeigen, wie schlecht die bei mir angekommen ist, möchte ich Euch meinen Gedanken in chronologischer Reihenfolge mal aufzeigen:
1) Ach, das Zeug gibt es immer noch?
2) Ich möchte wetten, dass das nicht die gleiche Dame ist.
3) Ist das wohl die gleiche Agentur, die neulich mal die Klementine wiederbelebt hat?
4) Was hat die Dame mit all den Orden gemacht?
5) Wie kann die Dame mir weiss machen wollen, dass sie das Zeug immer noch gut findet? Schliesslich erzählt mir doch die Werbung alle 2 Monate, dass die neue Version des Produktes jetzt noch sauberer macht. Wenn das so ist, dann ist doch das Zeug, was sie da in den Achtziger angepriesen hat der totale Schrott!
Wie ihr seht, hat mich Eure Werbung in keiner Form zum Kaufen animiert – und das obwohl ich die Werbung damals als Kind doch ziemlich toll fand.
Aber wenn Euch das vielleicht tröstet, die Konkurrenz ist auch nicht besser.
Euer Verbraucher.