Ich weiss, ich weiss .. eine harte Aussage – aber doch so wahr. Wenn ich mal auf das vergangene Jahr zurückblicke, war die erste Zeit noch wirklich spannend. Wie funktioniert dies, wie mache ich das? Welche Software benutze ich als WIndows-Pendant? Aber recht schnell hatte ich dann doch alles, was ich so brauchte zusammen. Und nun?
Langeweile! XP hätte ich bestimmt schon das dritte Mal neu installiert – jedes Mal ein ganzen Tag Spiel, Spass und Spannung. Das OS X läuft immer noch stabil wie am ersten Tag – kein Grund für eine Neuinstallation. Irgendwie funktioniert das Ganze einfach. Ja, einfach so. Und irgendwie ist es mir auch manchmal zu einfach.
Gestern bei meinem Nachbarn zum Beipiel. Da habe ich den WLAN-Router angeschlossen und eingeschaltet. Schwupps war ich mit dem Mac online. Einfach so. Nicht die Spannung wie bei XP – erstmal einen Treiber installieren und dann sehen, wie ich die beiden Sachen mit einander verbunden bekomme.
Vorgestern habe ich einen Anruf von einem guten Freund erhalten. Sein Internet Explorer würde die ganze Zeit irgendwelche wirren Seiten öffnen und es wäre auch kein Durchkommen mehr zur Microsoft-Update-Seite. Das sind doch noch spannende Probleme! Und bei mir? Langeweile! Safari funktioniert einfach (ok, ok, manchmal kommt ein wenig zu oft der Sat.1-Ball, aber nicht oft genug, dass ich das jetzt als Problem bezeichnen würde).
Oder als ich neulich die Fuji Finepix S5500 ausprobiert habe. Da konnte ich doch unter Windows lustig Programme installieren. Ist doch klasse, neben der Canon-Software auch noch mal was anderes nutzen zu können. Mal wieder eine andere Programmlogik und -struktur benutzen zu können. Und auf meinem Powerbook? LANGWEILIG! Da startet einfach iPhoto und bietet mir an, die Bilder aus der Kamera zu importieren?
Ich bin wirklich kein Mac-Bekehrer, aber ich verstehe nicht, warum nicht mehr Leute, die keine Ahnung von Computer haben – sie also ausschliesslich als Arbeitswerkzeug benutzen – einen Mac benutzen. ME steigt das die Produktivität ungemein.
30. Januar 2005 um 11:50 Uhr
Pssst… das sollte doch keiner aus dem Windows-/Linux-Lager erfahren! *g* Macs sind echt mal mehr als langweilig, wenn man sie mit den Kisten der Bastelfraktion vergleicht. Es ging mir vor Wochen schon ähnlich wie Dir jetzt. Als ehemaliger Schrauber und Windows-zwei-Tage-reparieren-und-installieren-Typ gefällt mir die hinzugewonnene Zeit und Langeweile (auf Stabilität des Systems bezogen) ganz gut.
30. Januar 2005 um 12:16 Uhr
Ätzend… langweilig. Glücklicherweise ist für die Bastelfreaks noch genügend Futter im Maschinenraum (Terminal) vorhanden. Die schönste Mischung Software, seit es die elektronische Rechenmaschine gibt!
30. Januar 2005 um 16:54 Uhr
Na hoffentlich… Deshalb werd ich mir bald einen holen
Ich brauch nämlich langsam mal etwas Zeit für andere Dinge – wie lesen oder bewegen.
Und: Nein! – ich will nicht mehr die Telefonhotline für andere (3x die Woche) spielen. Windows werde ich dann nämlich außversehen verlernen :->
Also. Wo bleibt Tiger? Ich warte nur.
30. Januar 2005 um 17:15 Uhr
mythen und legenden ich will ja kein nestbeschmutzer sein, ich liebe meinen mac heiss und innig und will am liebsten an meinem arbeitsplatz auch nur macs haben. und jedem der bei einer rechner-neuanschaffung mich fragt “was soll ich denn kaufen” lege ich einen mac ans herzen. speziell mit den so sorgsam gepflegten mac-mythen.
aber ich mache leider mit meinem mac (und auch dem eines freundes) immer wieder andere erfahrungen. hardware wird nicht erkannt, aber man könnte das problem nichtmal mit einem zu installierenden treiber lösen, weil es den für mac nicht gibt. der rechner bleibt stehen und zeigt mir den tollen bunten ball. minuten lange inaktivität beim booten die sich weder erklären noch beheben lässt. oder netzwerkverbindungen (auch unter macs) die das eine mal funktionieren, wenn man sich dann 3 wochen später wieder zum gemeinsamen powerbooking trifft, nicht mehr. und so weiter und so fort.
ich will nicht sagen, dass der mac im vergleich zu den anderen betriebssystem nicht sehr viel besser aussieht. aber völlig problemlos ist es auch nicht.
ach und was das neu installieren angeht: so oft wie ich mein powerbook neu installiert habe, weil die kiste am spinnen war und nichts mehr ordentlich lief, habe ich mein win xp system nicht neu aufgesetzt. [notiz an mich: osx neu installieren um die 6 minütige verzögerung beim starten zu beheben]
31. Januar 2005 um 05:11 Uhr
Also, ich weiß nicht. So eine Linux- oder “Windows”-Kiste mit DHCP an den Switchport eines Routers zu klemmen ist ja nun wirklich keine schwarze Magie. Wen Du da Treiber brauchst, hast Du einfach unsäglich schlechte Hardware. Zumindest das kann Dir aber mit dem Mac wirklich nicht passieren, da hast Du recht.
1. Februar 2005 um 15:07 Uhr
Startverzögerung Das Problem der eeeeeeewigen Bootzeiten liegt in aller Regel an zu vielen Schriften, die im System-Font-Ordner rumlungern und auf ihre Aktivierung warten. Neu installieren braucht man da nix.
14. März 2008 um 08:14 Uhr
*loool* wirklich guter Beitrag…