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klein, praktisch, unverdaulich seit 2004

Fuji Finepix S5500

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Ich hatte die Aufgabe bekommen, eine Kamera zu kaufen. Mein Budget betrug 500 Euro; die Kamera sollte für jemand sein, der bislang nur analog fotografiert hat. Nach ein bisschen hin und her habe ich dann bei eBay per Sofortkauf eine Fujifilm Fuji FinePix S5500 mit einer 256MB-xD-Karte, einem Akkuset und einer Tasche für 399,00 Euro ersteigert. Es wäre auch möglich gewesen, bei dem einen oder anderen Anbieter noch ein paar Euro zu sparen, aber ich fand es eben ganz praktisch so ein Set zu bekommen.

Ich bin in der glücklichen Lage bei eBay bislang noch nie Probleme gehabt zu haben und so kam auch die Kamera pünktlich und ohne Verzögerung zu mir. Am 23.12. wurde sie mir abends von meiner Nachbarin übergeben, praktisch, um sie beim Weihnachtsfest gleich auszuprobieren.

Wer via Google auf diese Seite stösst, dem sei noch gesagt, dass ich kein Foto-Experte bin, also das folgende nur ein Resümee meiner bisherigen Erfahrung – meist im Vergleich zu meiner Canon Ixus V².

Hardware
Im Lieferumfang der Kamera befinden sich die Kamera selbst, eine 16MB-xD-Karte, ein AV-Kabel, ein USB-Kabel (die Kamera hat einen Mini-USB-Port), einem Tragegurt, einem Objektivschutz, 4 AA-Batterien (die bei mir 200 Bilder lang gehalten haben [bei vielleicht 70 Blitz-Bildern] ) sowie ein Adapter-Ring für das Objektiv (von dem ich noch nicht weiss, wofür er gut ist – und es mich im Moment auch nicht so brennend interessiert).

Das Paket ist so ganz nett geschnürrt, so dass man gleich loslegen kann, ohne erst irgendwelche Akkus aufladen zu müssen. Allerdings passen auf die 16MB grade mal 15 hochauflösende Bilder drauf – für die ersten Tests sollte das aber auch reichen.

Software
Die Windows-Software finde ich persönlich nicht besonders übersichtlich. Die Installation dauert ein Weilchen und erfordert einen Neustart. Schliesst man dann die Kamera mit dem USB-Kabel an, so startet automatisch ein Programm, welches die Bilder von der Kamera herunterkopiert. Ich hatte beide Karten vollgeknipst. Der Prozess des Herunterladens wollte aber unbedingt die Bilder der ersten Karte bei Herunterladen der Bilder der zweiten Karte überschreiben. Das Verwalten der Bilder mit dem FinePixViewer-Software ist an den Windows-Explorer angelehnt. Man kann mit dem Programm sonst nicht allzuviel machen – wohl aber rote Augen entfernen und das für meinen Geschmack auch recht ordentlich. Vielleicht ist es die Macht der Gewohnheit, aber die Canon Software finde ich funktioneller.

Die Mac-Software kann ich nicht testen, da wohl irgendwie die CD nen Knacks hat, jedenfalls bleibt bei einem der Installer das Powerbook halb stehen. Mit iPhoto klappt der Import jedoch wie gewohnt problemlos.

Photographieren
Ich habe in den letzten 2 Wochen wohl so um die 500 Bilder geschossen. Dabei habe ich mich nicht zu sehr mit der Kamera beschäftigt, weil ich diese ja wieder abgeben muss und ich momentan kein Geld habe, um mir eine eigen zu kaufen (also alles nach dem Motto: bloss nicht begehren …). Von den 500 Bildern waren 100 richtig gut. Wenn das Bild scharf ist, dann richtig und dann sieht das auch richtig gut aus. Da merkt man schon, dass meine Ixus gerade mal 2Megapixel hat, die Fuji stolze 4. Gerade von den Makro-Aufnahmen war ich besonders begeistert.

Bei schwachem Licht erhält man schwache Bilder. Diese fand ich meist recht körnig. Im Vergleich zu meiner Ixus ist körnig aber besser als ganz unscharf. Aus der Hüfte geschossene Bilder (bzw beim Fahren aus dem Auto) sind nicht unbedingt optimal, wahrscheinlich hätte ich da in den manuellen Modus wechseln müssen, den ich mir aber nicht weiter angesehen habe.

Mit dem Focus hatte ich nicht wirklich Probleme, obgleich bei manchen Bildern Stellen focusiert wurden, die ich beim Knipsen nicht mal gesehen habe. Die Zugriffszeit bis zum finalen Knipser ist definitv schneller als bei der Ixus. Man kann mit etwas Glück auch mal einen echten Schnappschuss machen, aber es ist eben nur eine Digitalkamera.

Vom Handling selbst war ich auch angetan. Die Kamera ist zwar nicht gerade klein – passt also nicht wie die Ixus mal eben in die Jackentasche, dafür aber sehr leicht (ohne fragil zu wirken) und handlich.

Mein Fazit
Ich hätte die Kamera gerne behalten. Wer noch keine digitale Knipse hat, der macht mit dem Kauf der Fuji bestimmt nichts falsch. Wer sich die Kamera kauft und sich näher mit ihr befasst, kann mit bestimmt mit all den manuellen Einstellung noch weit mehr aus dem Ding herausholen. Ich möchte gerne eine echte digitale Spiegelreflexkamera haben. Also werde ich noch etwas sparen müssen.

Ein Kommentar

  1. Hey super endlich mal ein test der mir weiterhilft. Bis heute bin ich eigentlich begeisterter analogknipser und habe nach langem suchen, gestern diese s5500 bestellt. Es sprach mir in vielen Test alles zu und die Bedienung sah ordentlich aus und nicht verspielt.
    Mein 30 E Digiknipse gin vorm Urlaub kaputt. Im urlaub ging mein Nikon Autofokus kaputt.
    In den geschäften weiß man schon nicht mehr was Diarahmen eigentlich sind und welche komische Menschen so etwas benutzen.

    Eine digitale SLR war mir jetzt zu teuer (eigentlich war mir das schon zu teuer) aber ich komme nicht drumrum.

    Dein Test ist wirklich spitze geschrieben und nicht wie der andere Quatsch den man so liest wie zb
    “ Der Blitz ist zu hell(?) wenn man im Dunkeln blitzt sieht man die Kerzenflamme nicht mehr“
    (bei Amazon.de unter Canon Powershot85)

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