Ein Klavier zu besitzen, das zählt zu meinen Kindheitsträumen. Nicht, dass ich Klavierspielen könnte. Ich bin eigentlich eher völlig unmusikalisch. Aber so ein Klavier finde ich einfach toll. Nun benötigt man für ein Klavier zum einen ja etwas Platz, zum anderen muss man auch das nötige Kleingeld haben, um es zu erwerben.
Am Mittwoch habe ich einen Anruf erhalten. Das Klavier, wegen dem Du mich in den letzten 20 Jahren immer mal genervt hast – das kannst Du jetzt haben. Umsonst. Allerdings musst Du es Dir selbst abholen, am besten an diesem Wochenende. Es steht jetzt im 2. OG Altbau. Ich habe mich also mit meinem Hänger in Richtung alte Heimat aufgemacht. Vorher habe ich bei so einem Bulli-Verleiher Tragegurte (4 Stück) und Kuller (2 Stück) besorgt und musste dafür 20 Euro (40 alte Markt für ein paar Gurte und ein paar Kuller, Wahnsinn!) bezahlen …
Was sind gute Freunde? Gute Freunde kann man jederzeit anrufen und fragen: Kannst Du mir mal eben helfen ein Klavier zu verladen? Zu dritt haben wir also das Klavier (ich hatte das in einem wesentlich besseren Zustand in Erinnerung) also aus dem 2. Obergeschoss runtergetragen und im Anhänger verladen. Natürlich habe ich mir dabei die Schulter gezerrt, die tut immer noch höllisch weh.
Leider hatte ich nur einen Spanngurt dabei. So habe ich das Klavier zwar festzurren können, aber richtig fest war es nicht. Drum habe ich noch beim OBI gehalten. Die hatten Baby-Spanngurte, aber keine Zurrgurte, wie ich sie gebraucht hätte. So musste ich mit schlecht gesicherter Ladung den Rückweg antreten. Natürlich ist das Klavier gekippt, aber nicht umgekippt, ein bisschen Glück muss man schon haben.
Zurück in Bielefeld hat dann ein Freund und ein Nachbar mitgeholfen, dass Klavier ins Haus zu tragen, alles recht problemlos. Jetzt steht hier ein Klavier (nach erster Grundreinigung sieht das auch schon wieder ganz toll aus) und ich freue mich.