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Im Bus

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Eigentlich habe ich ja gar nichts gegen den öffentlichen Nahverkehr. Ob Bus, ob Bahn. Aber morgens auf dem Weg zur Arbeit ist das mehr als nervig. Gerade sitze ich im Bus, eben hat sich so eine blonde Teenagerin an mir vorbeigedrängelt. Tzzz. Also zum einen kann man doch gar nicht übersehen, dass ich furchtbar attraktiv bin, und zum anderen, kann man eigentlich auch nicht übersehen, dass ich schon ein bisschen älter bin. Wo bleibt da der Respekt vor dem Alter.

Neben mir sitzt eine Frau Ende 40 und kämpft mit ihrem Rucksack und diversen Taschen. Frage mich ernsthaft, warum sie sich durch den ganzen Bus kämpft bis in die letzte Reihe, um dann an der nächsten Haltestelle schon wieder auszusteigen.

Und zapp, der Teenager hat mitsamt lärmenden Freundinnen den Bus verlassen und ich sitze jetzt allein mit zwei anderen im Bus. Das fragt man sich ja doch, wie sich das alles so rechnet.

Apropos rechnet, ich habe heute zum ersten Mal seit ich in Osnabrück arbeite den direkten Zeitvergleich zwischen Anfahrt mit dem Auto und Anfahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln.

Ich bin um zehn vor acht aus dem Haus, habe dann den Zug um zehn nach acht erwischt, musste in Herford umsteigen (mit dreizehn Minuten Wartezeit – glücklicherweise auf dem Bahnhof in Herford, wo man noch ein Herz für Rauer hat). In Osnabrück angekommen musste ich nur ein paar Minuten auf den Bus warten und jetzt sitze ich hier und werde voraussichtlich in 15 Minuten ankommen. Damit habe ich eine Fahrzeit von fast 2 Stunden – und das, obwohl das gar nicht so zeitraubend mit dem Warten und Umsteigen war. Mit dem Auto benötige ich bei verschneiten Strassen 1.5 Stunden, bei normalen Strassenverhältnissen 45 Minuten.

Eine normale Fahrt mit der Bahn von Bielefeld nach Osnabrück kostet 9.40 Euro. Dazu kommt dann noch die Busfahrt mit 1.50 Euro. So komme ich auf Fahrtkosten von fast 11 Euro. Sicherlich gibt es mit Bahncard und/oder Kombitickets eine Möglichkeit das ganze noch ein bisschen preiswerter zu gestalten. Der Mercedes (den ich heute aus der Werkstatt abholen – Yiipieeee!) verbraucht im Schnitt 6.5 l/100km. Rechnet man da noch anteilig Versicherung, Steuer (!!!!) und Instandhaltungskosten drauf, könnte es mit den öffentlcihen fast billiger sein.

Aber solange mir mein Arbeitgeber nicht die Fahrzeit als Arbeitszeit anrechnet, solange sitze ich lieber 45 Minuten im Auto als zwei Stunden in Bahn und Bus.

So, gleich bin ich da. Seitdem alle ausgestiegen sind, sind noch 2 Leute zugestiegen, eine Frau mittlerweile wieder ausgestigen, so dass wir im Moment zu fünft, hoppla, der Bus hält, zu dritt sind.Ich steige jetzt auch aus und lasse die beiden allein zu zweit.

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